Pokalspiel: Sportministerin kritisiert Verhalten in Rostock

dpa Stuttgart. Baden-Württembergs Sportministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat die Zuschauersituation beim Pokalspiel des VfB Stuttgart in Rostock kritisiert. „Die Fotos vom DFB-Pokalspiel in Rostock von Fans Schulter an Schulter und ohne Abstand und ohne Maske lösen in mir ein ziemliches Unbehagen aus“, sagte die 55-Jährige der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Dienstag).

Susanne Eisenmann (CDU), Ministerin für Kultus, Jugend und Sport von Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Susanne Eisenmann (CDU), Ministerin für Kultus, Jugend und Sport von Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Bei der Partie am Sonntag waren im Ostseestadion 7500 Zuschauer zugelassen und damit so viele wie noch nie bei einem Fußballspiel in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie. „Was wir uns definitiv nicht leisten können, ist, dass ein Fußballspiel zu einem Superspreader-Event wird und in Folge dessen Schulen geschlossen werden müssen“, warnte Eisenmann. Kurz zuvor hatte Mecklenburg-Vorpommerns Sportministerin Stefanie Drese dem Testlauf mit 7500 Zuschauern das Prädikat „erfolgreich bestanden“ bescheinigt.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wollen die Chefs der Staatskanzleien der Länder am Dienstag (16.00 Uhr) erneut über Zuschauer auch in Sport-Hallen beraten. „Wenn sich die Länder auf einen bundesweit einheitlichen Vorschlag in der Zuschauer-Frage verständigt haben und auch bei uns in Baden-Württemberg wieder mehr Zuschauer in Stadien und Sporthallen kommen dürfen, muss dauerhaft und verlässlich gewährleistet werden, dass das Hygienekonzept für die Veranstaltungsstätte umgesetzt wird und die Besucher sich auch daran halten“, sagte Eisenmann.

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Erstellt:
14. September 2020, 16:56 Uhr

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