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Polen schließt Escape-Räume

Tragödie mit fünf toten Teenagern hat Konsequenzen

Warschau/Koszalin /DPA/AFP - Nach dem verheerenden Brand bei einem Escape-Game in Polen hat Ministerpräsident Mateusz Morawiecki Konsequenzen angekündigt. Landesweit habe es seit dem Unglück vom Freitagabend rund 200 Kontrollen gegeben. Die ersten Spielorte seien bereits geschlossen worden.

Bei einem Fluchtspiel in einem Gebäude in Koszalin im Norden des Landes ­waren fünf 15-jährige Mädchen bei einem Brand eingeschlossen worden und ums Leben ­gekommen, ein 25-jähriger Mann erlitt schwere Verbrennungen. Nach ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft war in einem Vorraum Gas aus einem Behälter entwichen und hatte sich entzündet. Es wurden mehrere Gasheizgeräte sichergestellt. Gegen den 28-jährigen Besitzer des Betriebs wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen fahrlässiger Tötung. Bei einer Verurteilung drohen ihm acht Jahre Haft.

Bei dem Spiel müssen die Teilnehmer Aufgaben lösen, um sich aus einem abgeschlossenen Raum zu befreien. Die Zahl derartiger Freizeitangebote in Polen bezifferte der Regierungschef auf rund 1100. Es sei absolut entscheidend zu überprüfen, ob dort alle Vorschriften eingehalten würden. Zudem kündigte er an, dass gefährliche Gasöfen aus dem Verkehr gezogen werden sollen. Erwägt wird auch eine Pflicht, spezielle Sensoren für Rauchgas zu installieren. „Wenn die Evakuierungsvorschriften eingehalten worden wären, hätten diese Mädchen wahrscheinlich überlebt“, sagte der oberste Feuerwehrmann Polens, Leszek Suski.

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Erstellt:
7. Januar 2019, 03:14 Uhr

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