Heilbronn

Polizei zu Fake News: Gab keine versuchte Kindesentführung

Aufregung um einen angeblichen Entführungsversuch an einer Grundschule: Die Polizei klärt auf – alles nur erfunden.

Fake News im Internet machen der Polizei immer mehr zu schaffen. (Symbolbild)

© Marijan Murat/dpa

Fake News im Internet machen der Polizei immer mehr zu schaffen. (Symbolbild)

Von red/dpa/lsw

Fake News im Internet machen der Polizei immer mehr zu schaffen. Diesmal geht es um eine angebliche versuchte Kindesentführung in Heilbronn, die es laut Polizei gar nicht gegeben hat. Doch die falsche Nachricht werde im Internet weiter gestreut, sagte ein Polizeisprecher.

Dem tritt die Polizei in Heilbronn nun mit einer Klarstellung entgegen. „Es hat keine versuchte Kindesentführung in Heilbronn-Böckingen gegeben. Die Polizei bittet die Bevölkerung eindringlich, nicht verifizierte Meldungen oder Gerüchte nicht ungeprüft weiterzuverbreiten. Solche Falschmeldungen schüren unnötige Unsicherheit und Angst.“

Demnach soll ein Mann am Montag versucht haben, ein Mädchen aus der Toilette einer Grundschule im Stadtteil Altböckingen zu entführen. Das Mädchen erzählte das den Eltern, die Eltern gingen zur Polizei. Die Ermittlungen ergaben jedoch den Angaben zufolge, dass eine versuchte Entführung oder weitere Straftaten in diesem Zusammenhang nicht stattfanden.

Polizei: Falsche Informationen wieder einfangen

Die Gerüchteküche habe gebrodelt, sagte der Polizeisprecher. Deswegen versuche die Polizei, die falschen Informationen wieder einzufangen. „Wir versuchen, dem Ganzen ein wenig gegenzusteuern, da ein bisschen Wind aus den Segeln zu nehmen und die Leute zu beruhigen.“ Gegen die Verbreiter der Fake News habe die Polizei keine Handhabe.

Denselben Appell richtete kürzlich auch die Polizei in Reutlingen an die Menschen. Denn in Albstadt-Ebingen (Zollernalbkreis) machten ungeprüfte Meldungen im Netz die Runde, wonach ein Fremder versucht habe, aus einem Auto heraus nach einem Jungen zu greifen. Die Polizei bestätigte den geschilderten Vorfall nicht und warnte eindringlich davor, ungeprüfte Informationen weiterzuverbreiten.

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Erstellt:
4. Februar 2026, 16:02 Uhr

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