Polizeigewerkschaft warnt nach Wiener Terror

dpa/lsw Stuttgart/Wien. Nach dem Terroranschlag in Wien warnt die baden-württembergische Polizei vor ähnlichen Taten auch in Deutschland. Die Politik müsse zudem den Polizeiapparat für die Sicherheit im öffentlichen Raum stärken. „Wir dürfen uns in Deutschland nicht in Sicherheit wiegen und die Terrorgefahren verdrängen“, sagte der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Ralf Kusterer, am Dienstag in Stuttgart. „Terroristen und extremistische Straftäter sind eine große Gefahr für unsere Bevölkerung und unseren Staat - auch in Deutschland.“

Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration

Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration

Bei der Terrorattacke am Montagabend waren mindestens vier Passanten getötet worden. Mehr als ein Dutzend Menschen sind in teils lebensbedrohlichem Zustand in den Kliniken. Der 20-jährige, einschlägig vorbestrafte Attentäter wurde von der Polizei erschossen.

Kusterer forderte in diesem Zusammenhang Freifahrten für Beamte der Kriminalpolizei im öffentlichen Nahverkehr. „Wer glaubt, dass unsere Forderung zur Freifahrt für Kriminalpolizisten in Zivil im öffentlichen Nahverkehr nur dazu dient, diesen Kollegen und Kolleginnen eine kostenlose Fahrt zu verschaffen, hat nichts kapiert“, sagte Kusterer. Zivile Polizisten verbesserten massiv die Sicherheit im öffentlichen Raum. „Straftäter, Terroristen und Extremisten sollen damit rechnen müssen, dass die Polizei auch ohne Uniform mitfährt.“

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Erstellt:
3. November 2020, 11:54 Uhr

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