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Polizeischüsse: Ermittlungen gegen zwei Beamte eingestellt

dpa/lsw Mannheim. Zwei Mannheimer Polizisten haben nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft mit ihren Schüssen bei einem Messerangriff in Notwehr gehandelt. Einer der Schüsse auf einen mit einem Küchenmesser bewaffneten 44-Jährigen Mitte Dezember vergangenen Jahres war tödlich. Das Verhalten der Beamten habe auch die Voraussetzung für den Gebrauch der Schusswaffen erfüllt, teilte die Behörde am Donnerstag in Mannheim mit. Die Ermittlungen seien eingestellt.

Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild

Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild

Wegen „psychischer Auffälligkeit“ hatten Familienangehörige des Mannes den Angaben zufolge Polizei und Rettungsdienst alarmiert. Als die Einsatzkräfte in der Wohnung der Familie des 44-jährigen Mannes ankamen, verhielt dieser sich demnach ruhig. Er habe sich aber in einem psychisch angespannten Zustand befunden, schilderte die Behörde das Geschehen. Nach einer Blutzuckermessung durch den Rettungsdienst im Wohnzimmer gab der Mann vor, sich in der Küche etwas zu trinken holen zu wollen.

Er kehrte aber mit einem Küchenmesser mit einer Klingenlänge von 18 Zentimetern wieder zurück. Daraufhin zogen die beiden Polizeibeamten den Angaben zufolge ihre Dienstwaffen. Dennoch ging der 44-Jährige demnach mit dem Messer auf die Beamten und die beiden Rettungssanitäterinnen zu und verletzte sich mit dem Messer selbst am Hals. Als er trotz der Aufforderung, das Messer fallen zu lassen, weiter auf die Beamten zuging, gab einer von ihnen einen Streifschuss auf dessen Oberschenkel ab. Als er sich mit dem erhobenen Messer noch weiter näherte, feuerte jeder der Beamten einen Schuss ab. Einer traf den Oberkörper des allenfalls noch 1,2 Meter entfernten Mannes. Der schwer verletzte Mann starb rund eine Stunde später im Krankenhaus.

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Erstellt:
28. Mai 2020, 18:20 Uhr

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