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Pommes für nicht ganz zahme Löwen

Das Interview: Ina und Sascha Wolter aus Backnang trauen sich mit ihrem Unternehmen Frittenlove in die „Höhle der Löwen“

Viele kennen ihn als Sternekoch der Backnanger Stuben, nun verkaufen Sascha und seine Frau Ina Wolter außergewöhnliche Pommes, zum Beispiel aus Trüffel oder Kichererbsen, unter dem Namen „Frittenlove“ an Gastronomen. Sie haben sich damit in die Vox-Gründersendung „Die Höhle der Löwen“ getraut, die heute Abend um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird. Sie erhoffen sich von einem der „Löwen“ ein Investment von 60000 Euro für zehn Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.

Die Backnanger Sascha und Ina Wolter sind heute Abend in der Gründersendung „Die Höhle der Löwen“ auf Vox zu sehen. Sie suchen einen Investor für ihr Unternehmen Frittenlove. Ob einer der „Löwen“ zubeißt? Foto: Mediengruppe RTL

© MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Die Backnanger Sascha und Ina Wolter sind heute Abend in der Gründersendung „Die Höhle der Löwen“ auf Vox zu sehen. Sie suchen einen Investor für ihr Unternehmen Frittenlove. Ob einer der „Löwen“ zubeißt? Foto: Mediengruppe RTL

Von Sarah Schwellinger

Wie kam es dazu, dass Sie sich in die „Höhle der Löwen“ gewagt haben?

Ich habe gemerkt, dass ein wahnsinnig großes Potenzial in unserer Unternehmung Frittenlove steckt. Die Produkte kommen sehr gut an und die Anfragen häufen sich. Meine Frau Ina und ich haben sehr viel Arbeit, Fleiß und Herzblut in den Aufbau gesteckt und mussten dann nach einem Jahr feststellen, dass wir Unterstützung in Sachen Vertrieb und Vermarktung brauchen, um weiter wachsen zu können. Es lagen Anfragen aus Österreich, der Schweiz, Großbritannien und Frankreich auf dem Schreibtisch, erste Supermärkte interessierten sich ebenfalls. Da war ganz klar, dass wir jetzt den Markt erobern müssen, bevor es jemand anderes vielleicht vor uns macht. Daher war die Zeit ein großer Faktor, da es so schien, als könnte das eine größerer Dimension annehmen. Zudem sind wir selber Fans der Sendung, unsere Freunde und Familien haben uns immer wieder angesprochen, ob das nicht ein Format für uns wäre. Das hat uns auch nochmals dazu bewogen, genauer über eine Teilnahme nachzudenken.

Was ist alles passiert, bis Sie endlich in der Sendung waren?

In unserem Fall ging es zunächst recht schnell: Ich hatte mich dort online beworben, schon am nächsten Tag bekam ich einen Anruf aus der Redaktion. Die haben mich am Telefon zu unzähligen Dingen befragt, danach kamen recht komplexe Unterlagen, da sich sehr viele Gründer darauf bewerben und der Sender selektieren muss. Schließlich muss alles zusammenpassen, deswegen wird alles genauestens geprüft – das ist ein Prozess über Wochen. Anschließend führt man ein Video-Interview, wenn man da auch eine gute Figur abgibt, ist der nächste Schritt schon die Reise nach Köln zu den Produktionsstudios.

Wie haben Sie sich auf Ihren Auftritt vorbereitet?

Um ehrlich zu sein, hatten wir kaum Zeit uns intensiv darauf vorzubereiten. Wir hatten sehr viel zu tun, unsere eigenen Marketingmaßnahmen hatten zu dem Zeitpunkt schon Wirkung gezeigt. Wir konnten unseren Pitch vorher nicht einmal durchspielen, nur den Vorstellungstext gegenüber den „Löwen“ haben wir auswendig gelernt. Zudem haben wir uns mit den häufigsten Fragen auseinandergesetzt und das ganze Zahlenwerk kenne ich sowieso in- und auswendig – das ist meine Pflicht!

Haben Sie sich eine besondere Strategie überlegt?

Um ganz ehrlich zu sein: Nein. Wir sind ganz bewusst offen in die Sendung gegangen. Wir wollten mit einem tollen Produkt und unserem Gründergeist punkten. Wir waren der Meinung, dass wir schon einiges geleistet haben und hoffen, dass wir damit die Löwen begeistern können.

Waren Sie aufgeregt?

Ich glaube, das kann ich nicht abstreiten. Schließlich weiß man, dass die Sendung von drei bis vier Millionen Zuschauern gesehen wird – da möchte man natürlich ein gutes Bild abgegeben. Ich muss aber sagen, dass das Team vor Ort extrem professionell ist und uns gut auf die Sendung vorbereitet hat. Das hat uns dann wieder etwas beruhigt und die Nervosität genommen. Als es dann aber Ernst wurde und wir durch das Tor zu den „Löwen“ mussten, waren wir beide in den ersten Minuten sehr aufgeregt. Wir haben uns aber sehr gut und ziemlich schnell in die Situation eingefunden, was vielleicht auch daran lag, dass die „Löwen“, naja vielleicht nicht unbedingt zahm waren, zumindest aber mal nicht gebissen haben.

Welcher der „Löwen“ war Ihr Favorit?

Wir wollten uns alle Möglichkeiten offenhalten, denn jeder „Löwe“ hat seine Vorteile. Uns war es wichtig, dass der Investor nicht nur das Produkt sieht, sondern uns auch als Gründer dahinter sympathisch findet.

Wie verläuft so ein Besuch in der Höhle der Löwen? Was passiert hinter den Kulissen?

Zunächst wird der Zeitplan besprochen: wann sind wir dran mit dem Aufbau, wann müssen wir zur Maske, wann zu den Interviews – das ist schon alles sehr spannend, weil es für uns eine komplett neue Welt war. Danach geht man mit einigen Verantwortlichen den Pitch kurz durch und es werden einem auch die gängigsten Fragen gestellt. Nicht zu viel, denn es soll ja die Natürlichkeit der Gründer bewahrt werden. Danach heißt es warten – für mich die schlimmste Zeit. Da fängt man an über alles nachzudenken, sich zu fragen, ob man ausreichend vorbereitet ist und und und... Irgendwann heißt es dann: „Die Show geht los“.

Wer nun Lust hat, die kreativen Pommes zu probieren, der hat am kommenden Samstag bei Edeka Bangemann in Weissach von 11 bis 16 Uhr die Chance, bei einer Verköstigung von Frittenlove zuzugreifen.

Fernsehshow: „Die Höhle der Löwen“ Info Die „Höhle der Löwen“ ist eine Unterhaltungsshow, die erstmals im August 2014 vom Fernsehsender Vox ausgestrahlt wurde. In der Show werben kreative Erfinder, Gründer und Jungunternehmer um Kapital zum Wachstum ihres Unternehmens. Sie stellen ihre innovativen Geschäftskonzepte den „Löwen“ vor und bieten ihnen Geschäftsanteile in Relation zum ermittelten Unternehmenswert an. Die „Löwen“ investieren und begleiten die Unternehmen mit Wissen und Erfahrung. Die „Löwen“ der momentan laufenden fünften Staffel sind Carsten Maschmeyer, Georg Kofler, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl, Ralf Dümmel und Judith Williams.

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Erstellt:
16. Oktober 2018, 06:00 Uhr

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