Porsche-Chef: Serientaugliche eFuels in zehn Jahren möglich

dpa Nürtingen. Porsche-Chef Oliver Blume hält einen serienmäßigen Einsatz synthetischer Kraftstoffe in etwa zehn Jahren für möglich. Der Sportwagenbauer sehe in den sogenannten eFuels einen ganz wesentlichen Beitrag, Verbrennungsmotoren in der Zukunft attraktiv zu halten, sagte Blume am Mittwoch beim „Branchengipfel“ des Instituts für Automobilwirtschaft in Nürtingen bei Stuttgart.

Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Synthetische Kraftstoffe „stehen nicht in Konkurrenz zur Elektromobilität, sondern in Ergänzung. Wenn man allein daran denkt, dass wir Milliarden an Bestandsfahrzeugen auf der Welt haben, müssen wir von beiden Seiten kommen: sowohl nach vorn gerichtet, eindeutig Elektromobilität, aber auch nach hinten gerichtet, mit den synthetischen Kraftstoffen“, betonte Blume.

Porsche hatte vor einigen Wochen schon angekündigt, größer in die Entwicklung synthetischer Kraftstoffe einzusteigen und deren Spezifizierung maßgeblich zu beeinflussen. Die Elektromobilität allein reicht aus Sicht des Sportwagenbauers nicht aus, um die gesetzten Klima- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Das Problem der eFuels sei aktuell noch der Preis, der deutlich über zehn Dollar pro Liter liege, sagte Blume. Man rechne mit zehn Jahren, die es dauern werde, bis der Raffinerieprozess großserientauglich sei und der Preis auf etwa 2 Dollar pro Liter gesenkt werden könne.

„Wir halten nichts davon, eine Brennstoffzelle in ein Personenkraftfahrzeug zu bauen“, sagte Blume. Wasserstoff in purer Form sei viel zu aufwendig zu transportieren, das bestehende Tankstellennetz könne nicht genutzt werden. Zudem gebe es Nachteile bei der Effizienz und beim Platz, der im Auto für die Technik gebraucht werde.

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Erstellt:
14. Oktober 2020, 11:41 Uhr

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