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Porsche fordert Corona-Bonds und europäische Solidarität

dpa Berlin/Stuttgart. Vor dem EU-Gipfel hat sich der Stuttgarter Autobauer Porsche für die Einführung sogenannter Corona-Bonds zur Bewältigung der Corona-Krise ausgesprochen. „Europäische Gemeinschaftsanleihen sind jetzt dringend notwendig, dies wäre ein deutliches Zeichen, dass Europa in der Krise zusammensteht“, sagte Finanzvorstand Lutz Meschke der „Süddeutschen Zeitung“ am Donnerstag. „Wenn wir uns jetzt nicht solidarisch zeigen, ist Europa verloren“, sagte der stellvertretende Vorstandschef des Autobauers weiter.

Eine Mitarbeiterin hält in der Produktion ein Porsche-Emblem auf die Motorhaube eines Porsche Taycan. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Eine Mitarbeiterin hält in der Produktion ein Porsche-Emblem auf die Motorhaube eines Porsche Taycan. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Der 54-jährige Betriebswirt betonte, die Corona-Bonds seien eine „einmalige Maßnahme zur Krisenbewältigung“. Dabei gehe es nicht um eine Umschuldung von Altlasten, sondern „ausschließlich um die gemeinsame Finanzierung des Wirtschaftsanlaufs“. Gerade Deutschland als Exportnation profitiere von einem nachhaltig wirtschaftlich starken Europa, machte Meschke deutlich.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich am Donnerstag in ihrer Regierungserklärung erneut gegen die Aufnahme von Gemeinschaftsschulden mit gemeinsamer Haftung gestellt. Die EU-Staaten streiten seit Wochen erbittert über Corona-Bonds oder andere Anleihe-Formen. Länder wie Frankreich, Italien und Spanien - die zugleich besonders hart von der Pandemie getroffen wurden - fordern gemeinsame Schulden für den Wiederaufbau. Deutschland, die Niederlande und andere Staaten lehnen eine gemeinsame Haftung ab.

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Erstellt:
23. April 2020, 10:56 Uhr

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