Porsche verlängert Beschäftigungssicherung

dpa/lsw Stuttgart. Der Sportwagenbauer Porsche verlängert die Beschäftigungssicherung für die Stammbelegschaft in der Region Stuttgart bis Ende Juli 2030. Die Einigung zwischen Vorstand und Betriebsrat stehe, sagte ein Unternehmenssprecher. Zuvor hatten die „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ (Mittwoch) berichtet.

Mitarbeiter der Porsche AG bei der Produktion des elektrisch angetriebenen Sportwagens Taycan. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Mitarbeiter der Porsche AG bei der Produktion des elektrisch angetriebenen Sportwagens Taycan. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Die neue Jobgarantie, mit der betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden, gilt für rund 22 000 Mitarbeiter vor allem im Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen und im Entwicklungszentrum in Weissach. Daneben profitieren mehrere kleinere Standorte davon. Weltweit beschäftigt Porsche rund 36 000 Mitarbeiter. Die bisherige Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung ist im Juli ausgelaufen. Die Arbeitnehmerseite erhält nach Angaben der Zeitungen auch die Zusage, dass die Nachfolgegenerationen der Sportwagen Porsche 911, Cayman und Boxster weiterhin in Zuffenhausen produziert werden. Auch der Nachfolger des Elektroautos Taycan solle in Zuffenhausen vom Band laufen. Im Entwicklungszentrum Weissach sollen die Karosserien sämtlicher Porsche-Fahrzeuge sowie eine neue Elektroauto-Plattform entwickelt werden. Die Arbeitnehmervertreter wiederum hätten zugestimmt, Produktivität und Flexibilität zu verbessern und damit Kosten zu senken.

Die Einigung erfolgte in einem für die VW-Tochter trotz der Corona-Krise gutem Geschäftsjahr. „Wir stehen sehr gut da“, sagte der Porsche-Sprecher.

Porsche hatte in der Corona-Krise zuletzt etwas Boden gut gemacht und lag mit seiner Rendite nach drei Quartalen knapp im angepeilten zweistelligen Bereich. Die Erlöse der Porsche AG, zu der auch Finanzdienstleistungen gehören, lagen bis Ende September bei rund 19,4 Milliarden Euro - gut fünf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Das operative Ergebnis lag mit rund zwei Milliarden Euro zwar mehr als ein Viertel unter Vorjahresniveau. Daraus ergibt sich aber immer noch eine im Branchenvergleich weit überdurchschnittliche Rendite von 10,4 Prozent. Der Wert dient als Maß für die Profitabilität eines Unternehmens.

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Erstellt:
11. November 2020, 06:42 Uhr

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