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Probe per Videokonferenz: Chorknaben werden kreativ

dpa/lsw Stuttgart. Videokonferenz statt Probenraum: Die Stuttgarter Hymnus-Chorknaben üben digital. „Wir haben ein System von Online-Tutorials erfunden“, sagt Rainer Homburg, Leiter des renommierten Knabenchors. In Zeiten von Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie müssen große Gruppen wie Chöre kreativ werden.

Rainer Homburg spricht während einer digitalen Chorprobe der Hymnus-Chorknaben. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Rainer Homburg spricht während einer digitalen Chorprobe der Hymnus-Chorknaben. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Bald nach den ersten Einschränkungen fing Homburg an, Videos zu verschicken, in denen er Stücke vorsingt oder auf dem Flügel vorspielt. Die Sänger im Alter von 9 bis 29 singen dazu und schicken die Aufnahme zurück. Per E-Mail bekommen sie Tipps.

Einmal pro Woche sind die Mitglieder gleichzeitig anwesend - virtuell in einem Programm für Videokonferenzen. „Das funktioniert nur mit maximaler Funkdisziplin, was wir hier machen“, sagt Homburg. Die Sänger singen zwar gleichzeitig, aber bei ausgeschaltetem Mikrofon. Denn beim gemeinsamen Singen klingen die Stimmen unterschiedlich laut und zeitlich versetzt.

Eine echte Chorprobe kann die digitale Variante nicht ganz ersetzen. Das Wichtige an den Proben sei, „dass man das Gefühl von Gemeinsamkeit und Gemeinschaft hat“, sagt Homburg. „Das war bei meinem Projekt von Anfang an die Idee.“

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Erstellt:
5. April 2020, 08:35 Uhr

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