Proteste im öffentlichen Dienst starten

dpa/lsw Freiburg. Die Gewerkschaft Verdi lässt die Muskeln spielen. Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes startet sie die ersten kleineren Proteste. Diese sollen schrittweise ausgeweitet werden.

Das Verdi-Logo. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild

Das Verdi-Logo. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes erstmals am Dienstag in Freiburg und Emmendingen zu Protesten auf. In der Universitätsstadt seien Beschäftigte der Verwaltung und von Kindergärten zum Protest aufgerufen und in der südbadischen Kreisstadt Krankenhausmitarbeiter, teilte Verdi mit. In den Städten seien zwei kleinere Kundgebungen geplant. Dazu werden insgesamt über 150 Gewerkschaftsmitglieder erwartet. Die Aktionen sollen dann in den kommenden Tagen ausgeweitet werden.

Scharfe Kritik kam vom regionalen Kommunalen Arbeitgeberverband Baden-Württemberg (KAV). Von den bundesweit geführten Tarifgesprächen sind in Baden-Württemberg nach Gewerkschaftsangaben knapp 220 000 Tarifbeschäftigte in den Kommunen betroffen. Die Gewerkschaften fordern 4,8 Prozent mehr Lohn. Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber hatten bislang kein Angebot vorgelegt. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.

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Erstellt:
22. September 2020, 02:18 Uhr

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