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Radfahren verboten: Posse um sanierte Brücke in Esslingen

dpa/lsw Stuttgart/Esslingen. Die historische Pliensaubrücke in Esslingen ist derzeit Diskussionsthema bei Radlern: Seit der Sanierung des Bauwerks im Frühjahr müssen Radfahrer absteigen und ihre Räder über die Brücke schieben. Grund dafür ist die steinerne Brüstung - sie ist nur 90 Zentimeter hoch und unterschreitet damit die für den Radverkehr vorgeschriebenen 1,30 Meter Höhe, die sicherstellen sollen, dass Radler nicht ins Wasser fallen. Zuerst hatte die „Esslinger Zeitung“ berichtet.

Bei der Stadt Esslingen wundert man sich, dass der Sachverhalt erst jetzt Wellen schlägt - das Schild, das Radverkehr zulässt, sei schon im Frühjahr abgeklebt worden, sagte ein Sprecher. Auch habe man noch nicht aufgegeben, sondern arbeite gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege an einer Lösung. Das Problem: Die Denkmalschützer lassen es eigentlich nicht zu, dass die steinerne Brüstung einfach mit einem höheren Gitter versehen wird.

Ursprünglich sei der Mittelstreifen der Brücke für Radfahrer vorgesehen gewesen, deshalb sei auch kein zusätzliches Geländer eingeplant worden. Doch verschiedene Urteile des Oberlandesgerichtes hätten gezeigt, dass die Stadt Esslingen haften könnte, wenn ein Radfahrer nach einem Schlenker über die Mauer ins Wasser fällt. Deshalb gilt auf der Pliensaubrücke bis auf Weiteres: Radfahren verboten.

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Erstellt:
27. August 2020, 13:33 Uhr

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