Nach Treffen in Washington
Rasmussen zeigt sich überrascht von Trumps Zollandrohung
US-Präsident Donald Trump eskaliert im Streit über Grönland und droht mehreren europäischen Staaten mit Zöllen. In Dänemark hat man einen solchen Schritt nicht erwartet.
© Ritzau Scanpix /Liselotte Sabroe
Lars Løkke Rasmussen wurde von der Entscheidung von US-Präsident Trump überrascht.
Von red/dpa
Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen zeigt sich von der Zoll-Drohung von US-Präsident Donald Trump gegenüber mehreren europäischen Staaten im Grönland-Konflikt überrascht. Das teilte der Däne in einer Stellungnahme der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge mit. Dänemark stehe derzeit in engem Kontakt mit der EU-Kommission.
Trump stößt sich daran, dass Deutschland und andere europäische Staaten jüngst teils auf Einladung Dänemarks Soldaten auf die Insel geschickt haben. Er will Grönland, das Teil des Königreiches Dänemark ist, den USA einverleiben und begründet dies immer wieder auch mit Sicherheitsinteressen. Der Zweck der verstärkten militärischen Präsenz in Grönland bestehe jedoch genau darin, die Sicherheit in der Arktis zu erhöhen, sagte Rasmussen den Angaben zufolge weiter.
Trump kündigt Zölle gegen Deutschland an
Trump hat unter Verweis auf den Grönland-Konflikt zusätzliche Zölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Länder ab Anfang Februar angekündigt. Die gestaffelten Zölle sollen so lange gelten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf der Arktisinsel erzielt werde, teilte Trump mit.
Ein Krisengespräch zwischen den USA, Dänemark und Grönland, an dem auch Rasmussen teilnahm, hatte am Mittwoch keine Lösung im Konflikt um die Besitzansprüche der USA gebracht.
