Alb-Donau-Kreis
Rauch aus Triebfahrzeug – ICE mit 280 Passagieren evakuiert
Technik-Panne, Evakuierung und gesperrte Schnellfahrstrecke: Welche Folgen eine Rauchentwicklung in einem ICE hatte.
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Ein ICE musste evakuiert werden (Symbolbild).
Von red/dpa
Ein ICE auf der Strecke von München nach Karlsruhe mit rund 280 Passagieren ist wegen Rauchentwicklung zum Stehen gekommen und evakuiert worden. Der Fahrer hatte den aufgestiegenen Rauch an seinem Triebfahrzeug bemerkt und am Mittag bei Dornstadt (Alb-Donau-Kreis) angehalten, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte.
Nach ersten Erkenntnissen hatte sich an einer Bremsanlage Hitze entwickelt, wodurch der Rauch entstand. Es gab keine Verletzten und keinen offenen Brand. Die Bundespolizei geht bisher von einem technischen Defekt aus. Die Passagiere konnten mit einem anderen Zug weiterfahren.
Zugverspätungen
Wegen des Vorfalls gegen 12.30 Uhr kommt es im Regional- und Fernverkehr zu Verzögerungen. Um den ICE abschleppen zu können, muss ein Hilfszug kommen, der ein neues Radgestell an den Zug montieren wird, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. Erst dann könne der Zug abgeschleppt werden.
Für das Abschleppen muss die Schnellfahrstrecke Wendlingen-Ulm zwischenzeitig gesperrt werden, was zu Verspätungen im Fernverkehr führen wird. Die betroffenen Züge werden auf eine andere Strecke umgeleitet. Im Regionalverkehr gibt es Ersatzbusse und Ausweichlinien, die Bahnreisende nehmen können.
Für die Evakuierung der Passagiere des betroffenen ICE fuhr ein weiterer Zug parallel heran. Über Behelfsbrücken konnten die 280 Passagiere dann in diesen wechseln.
