Rauch: Wegen Corona nicht die Ausbildung verschieben

dpa/lsw Stuttgart. Der Südwest-Chef der Bundesagentur für Arbeit, Christian Rauch, warnt Schulabgänger davor, den Start in Ausbildung oder Studium wegen Corona nach hinten zu verschieben. „Abwarten ist keine schlaue Idee“, sagte Rauch der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Donnerstag). „Denn die Konkurrenzsituation nimmt in den nächsten Jahren nur zu.“ Durch das Abwarten könnten zum Ausbildungsjahr 2022 plötzlich mehr Bewerber bereitstehen. „Aber weder die Ausbildungsbetriebe noch die Unis werden dann den Andrang schultern können.“

Christian Rauch, Südwest-Chef der Bundesagentur für Arbeit, spricht. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Christian Rauch, Südwest-Chef der Bundesagentur für Arbeit, spricht. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Schon im vergangenen Jahr habe es im Südwesten ein „paar Tausend junge Leute gegeben“, die nach der Schule weder eine Berufsausbildung begonnen hätten noch an eine Uni oder an eine weiterführende schulische Einrichtung gewechselt seien. Es sei zu vermuten, dass sich in diesem Jahr noch mehr junge Menschen so entschieden, sagte Rauch.

Über deren zwischenzeitlichen Verbleib könne man nur mutmaßen. Er gehe davon aus, dass sich manche mit Gelegenheitsjobs über Wasser hielten, sagte Rauch, andere würden wohl „von Mama und Papa finanziert“. Ein möglicher Grund für das Abwarten könne sein, dass einige Schüler nach langem Homeschooling nun nicht auch noch digital studieren wollten.

© dpa-infocom, dpa:210429-99-397845/2

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Erstellt:
29. April 2021, 08:40 Uhr

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