Berlin

Razzia nach Anschlag auf Strommast im September

50.000 Menschen waren ohne Strom, für Tech-Unternehmen bedeutete es einen Millionenschaden: Nun gibt es Durchsuchungen der Polizei zu einem Anschlag auf das Berliner Stromnetz.

Razzia nach Anschlag auf Strommast im September

© Sven Käuler/dpa/Sven Käuler

Razzia nach Anschlag auf Strommast im September

Von red/dpa

Ein halbes Jahr nach einem Brandanschlag auf die Stromversorgung des Berliner Technologieparks Adlershof hat die Polizei eine Razzia gegen Verdächtige gestartet. Am Morgen wurden an etwa einem Dutzend Orten in der Hauptstadt und auch in anderen Bundesländern Wohnungen und andere Räume durchsucht, wie die dpa aus Polizeikreisen erfuhr. Nach Informationen der Zeitung „Die Welt“ richtet sich der Einsatz gegen eine anarchistische Gruppe.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) betonte: „Die Sicherheitsbehörden kennen die Protagonisten des harten Kerns. (...) Aber nach wie vor ist es unglaublich schwer, ihnen Brandanschläge wie den in Johannisthal oder Zehlendorf nachzuweisen.“ Das Landeskriminalamt (LKA) habe erfolgreich ermittelt, „um die heutigen Durchsuchungsbeschlüsse zu erwirken“.

Schäden zwischen 30 und 70 Millionen Euro

Mutmaßliche Linksextremisten hatten am 9. September 2025 einen Brandanschlag auf einen Strommast verübt und Starkstromkabel weitgehend zerstört. In einem Bekennerschreiben im Internet war von einem Angriff auf den Technologiepark Adlershof und die dortigen Firmen und Forschungseinrichtungen aus den Bereichen IT, Robotik, Bio- und Nanotechnologie, Raumfahrt sowie Sicherheits- und Rüstungsindustrie die Rede.

Anfangs waren rund 50.000 private und betriebliche Kunden der landeseigenen Stromnetz GmbH von dem Stromausfall betroffen. Bei den Firmen wurden nach Schätzungen Schäden zwischen 30 und 70 Millionen Euro verursacht.

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Erstellt:
24. März 2026, 08:46 Uhr

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