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Razzien wegen Schwarzarbeit und illegaler Arbeitskräfte

dpa Kiel/Pirna. Schlag gegen Schwarzarbeit auf dem Bau im Norden: Vor allem in Schleswig-Holstein werden zahlreiche Wohnungen und Firmenräume durchsucht. Es geht um einen Millionenschaden. In einem anderen Fall kommt es in anderen Bundesländern zu einer Großrazzia.

Beamte der Bundespolizei durchsuchen ein Objekt in Arnstadt. Foto: Martin Schutt

Beamte der Bundespolizei durchsuchen ein Objekt in Arnstadt. Foto: Martin Schutt

Mit einem Großeinsatz sind Polizei, Justiz, Zoll, Bundespolizei und Steuerfahndung am Dienstag in Norddeutschland gegen Schwarzarbeit auf dem Bau vorgegangen.

Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Kiel beziehen sich auf schweren Sozialversicherungsbetrug, schwere Steuerhinterziehung, Einschleusen von Ausländern und Passfälschung. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Millionen Euro. In Sachsen-Anhalt und Thüringen durchsuchte die Bundespolizei mehrere Objekte wegen des Verdachts der Ausbeutung illegaler Arbeitskräfte.

Zwei Hauptverdächtige seien in Erfurt festgenommen worden, es handele sich um ein Ehepaar, sagte ein Behördensprecher. Ihnen werde vorgeworfen, Arbeitskräfte aus Osteuropa eingeschleust, sie mit falschen Ausweisen versorgt und sie an Firmen verliehen zu haben, twitterte die Bundespolizei Mitteldeutschland.

In Norddeutschland richten sich die Ermittlungen vor allem gegen zahlreiche Firmeninhaber überwiegend ausländischer Herkunft, die über mehrere Jahre Arbeiter aus Südosteuropa als Eisenflechter schwarz beschäftigt haben sollen. Zur Verschleierung dieser Schwarzarbeit soll ein bundesweit organisiertes Netzwerk von Scheinfirmen genutzt worden sein. Zwei Verantwortliche von Unternehmen wurden festgenommen.

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Erstellt:
27. August 2019, 12:03 Uhr

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