Reichlich Regen, wenig Sonne

Das Wetter im Juli war über weite Strecken wenig sommerlich. Zwar sind überdurchschnittlich hohe Temperaturen verzeichnet worden, allerdings auch viel Niederschlag. Die Tage waren oftmals vergleichsweise dunkel.

Die Getreidefelder in der Region – wie hier in Allmersbach am Weinberg – sind im vergangenen Monat oft nass geworden, der Himmel zeigte sich meistens grau. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Die Getreidefelder in der Region – wie hier in Allmersbach am Weinberg – sind im vergangenen Monat oft nass geworden, der Himmel zeigte sich meistens grau. Foto: A. Becher

Von Lorena Greppo

Großerlach. Nach Sommer hat sich dieser Juli an den meisten Tagen nun wahrlich nicht angefühlt. Das Tief „Bernd“ brachte im vergangenen Monat viel Regen und wenig Sonne nach Baden-Württemberg. An der Wetterstation Großerlach-Mannenweiler wurden lediglich drei durchgehend sonnige Tage verzeichnet, die Höchsttemperaturen lagen dabei stets deutlich unter 30 Grad Celsius. Die sogenannten Hundstage, an denen für gewöhnlich in der Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August die Sommerhitze ihren Höhepunkt erreicht, sind in diesem Jahr bislang ein zahnloser Tiger. Dabei haben sie eigentlich vielversprechend begonnen, denn gerade der Freitag, 23. Juli, war in der Region einer der wenigen wirklich sommerlichen Tage: 11,7 Sonnenstunden und eine Höchsttemperatur von 27 Grad Celsius wurden verzeichnet, wärmer war es an keinem anderen Tag im Monat. Es sollte nicht lange anhalten, schon am Folgetag wurden nur noch 3,8 Sonnenstunden gemessen, zudem regnete es.

Die Temperaturen im Juli waren überdurchschnittlich

Es überrascht folglich auch wenig, dass der vergangene Monat in Relation zum vieljährigen Mittel dunkler und regnerischer war. Überraschend mag lediglich der Temperaturvergleich sein, denn obwohl es sich anders angefühlt haben mag, war auch der Juli dieses Jahres um 0,8 Kelvin wärmer als der Mittelwert – ein untrügliches Zeichen des Klimawandels. Für das vieljährige Mittel werden die Messungen der Jahre 1961 bis 1990 als Richtwert verwendet.

Was den Niederschlag angeht, so haben sich die Regenmengen auf 19 der 31 Tage im vergangenen Monat verteilt, allerdings nicht immer gleichmäßig. Insgesamt schlagen 121,2 Millimeter Regen in Großerlach zu Buche, das sind 130 Prozent des vieljährigen Mittels (93,2 Millimeter). Die mittlere Luftfeuchte wird mit 78,3 Prozent beziffert. Der regenreichste Tag war der 8. Juli mit einer Niederschlagsmenge von 26 Millimetern, zwei Tage später waren es 15,6 Millimeter. Die einzige längere Trockenperiode gab es zwischen dem 18. und 23. Juli. In diesen sechs Tagen fiel gar kein Regen.

Insofern ist es nicht verwunderlich, dass im gleichen Zeitraum die meisten Sonnenstunden verzeichnet wurden: In dieser Zeit war die Zahl an Sonnenstunden pro Tag konstant zweistellig. Der Höchstwert wurde gleich zu Beginn am 18. Juli mit insgesamt 14,3 Sonnenstunden verzeichnet. Den dunkelsten Tag erlebten die Menschen in der Region gleich zu Beginn des Monats: Am 1. Juli verbuchte die Messstation in Mannenweiler nur 0,1 Sonnenstunden, das entspricht etwa sechs Minuten. Die Sonnenscheindauer im vergangenen Monat summiert sich auf 210,7 Stunden, das entspricht einem Prozentsatz von 92,3 im Bezug auf das vieljährige Mittel (228,4 Stunden).

Wenig Besserung verheißen die Aussichten auf die kommenden Tage: Für die erste Augustwoche sind täglich Wolken, oft auch Schauer und vereinzelt Gewitter vorhergesagt. Wärmer und trockener soll es dann erst ab Mitte kommender Woche werden.

Reichlich Regen, wenig Sonne

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Erstellt:
3. August 2021, 06:00 Uhr

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