Reinigung Karlsruher Schienen kommt voran

dpa/lsw Karlsruhe. Auch wenn die Reinigung der verklebten Tram- und Stadtbahnschienen in Karlsruhe vorankommt, greifen am Wochenende weiter Notkonzepte. Am Sonntag wollen die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) mitteilen, wie es in der kommenden Woche weitergehen soll, wie ein Sprecher am Freitag sagte. Bis dahin habe die Reinigung der Schienen oberste Priorität. 40 bis 60 eigene Mitarbeiter sowie Personal von städtischen Ämtern wie dem Tiefbauamt seien im Einsatz.

Eine klebrige Masse hängt an einem Rad einer Karlsruher Straßenbahn im Betriebshof. Foto: Jens Alemann/dpa

Eine klebrige Masse hängt an einem Rad einer Karlsruher Straßenbahn im Betriebshof. Foto: Jens Alemann/dpa

Am Wochenende sind insbesondere in der Innenstadt Busse als Ersatzverkehr unterwegs. „Dies ist vor allem deshalb erforderlich, um den Reinigungsteams in der Stadt ausreichend Raum zu geben, um die Strecken frei zu bekommen und gleichzeitig allen Fahrgästen für die kommenden Tage ein sicheres und verlässliches Fahrtangebot machen zu können“, heißt es auf der Internetseite der VBK.

Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) machte indessen seinen Kunden folgendes Angebot: Ab Samstag (19. Juni, 0.00 Uhr) bis einschließlich Freitag (25. Juni) können Fahrgäste die KVV.nextbike-Räder im Stadtgebiet Karlsruhe kostenlos verwenden, hieß es in einer Mitteilung vom Freitagabend. Die Buchung erfolge nur über die regiomove-App, die aus den App-Stores heruntergeladen werden könne.

Seit Dienstag gibt es Beschränkungen im Bahnverkehr in Karlsruhe mit Folgen in die ganze Region, weil sogenannte Vergussmasse zwischen Asphalt und Gleisen an mehreren Stellen weich geworden war. Die Bahnen verteilten den Stoff beim Durchfahren, so verklebten Gleise und Fahrzeuge. Auch Autos oder andere Fahrzeuge könnten die Masse beim Drüberfahren mitnehmen, räumte der Sprecher ein. „Das lässt sich leider nicht eindämmen.“ Um das gänzlich zu verhindern, hätten ansonsten ganze Straßenabschnitte gesperrt werden müssen.

Die Ursachenforschung läuft derweil weiter. „Da wird intensiv und mit Hochdruck dran gearbeitet.“ Ein Institut untersuche Proben des schadhaften Materials. Wie lange das dauern wird, vermochte der Sprecher nicht zu sagen. Geprüft werde auch nach wie vor, ob es einen Zusammenhang mit Bauarbeiten in jüngster Vergangenheit gibt.

© dpa-infocom, dpa:210618-99-49112/3

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Erstellt:
18. Juni 2021, 14:37 Uhr

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