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Reisebüros und Busunternehmer fordern Rettungsschirm

dpa/lsw Stuttgart/Heidelberg. Stornierungen von Reisen bis in den November hinein, unzählige Busse, die abgemeldet sind und stillstehen - die Reisebranche ächzt unter Corona. Am Mittwoch sind Mitarbeiter von Reisebüros und Busunternehmer deshalb auch im Südwesten auf die Straße gegangen. In Heidelberg etwa fanden sich auf dem Neckarmünzplatz mehr als 40 Busse und zahlreiche Reisebüromitarbeiter ein. Sie forderten eine klare Perspektive für die Branche. In ganz Deutschland gab es solche Veranstaltungen.

"Ich liebe Reisebüros" steht auf dem Mundschutz einer Demonstrantin. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

"Ich liebe Reisebüros" steht auf dem Mundschutz einer Demonstrantin. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Das Familienunternehmen von Edith Mayer etwa ist durch Corona gleich doppelt getroffen: Die Mayer GmbH in Neckargemünd bietet als klassisches Reisebüro Kreuzfahrten, Flug- und Studienreisen an, hat aber auch 19 Busse, davon sieben Reisebusse. „Es ist kein Land in Sicht“, sagte die Unternehmerin. „Unsere größte Forderung lautet für die Reisebusbranche, dass sich eine Perspektive ergibt - nämlich ab wann wir wieder fahren dürfen.“

Im Moment gebe es bundesweit einen Flickenteppich aus Verboten und Genehmigungen, der zu abstrusen Situationen führe, kritisierte Mayer. „Jedes Bundesland macht sein eigenes Programm. Nordrhein-Westfalen und Hessen dürfen ab Samstag fahren, bei uns im Südwesten steht noch nichts fest.“ Ihre Busse brauchten weniger als eine Stunde in die Pfalz oder nach Bayern - „aber was nützt uns das, wenn wir dort nicht fahren dürfen?“. Auch die hessischen Kollegen etwa wüssten nicht, ob es ihnen eigentlich verboten sei, in den Südwesten zu fahren.

Auch die Reisebüros sind am Boden - viele setzen ihre Hoffnung auf eine Lösung der EU-Kommission, was Reisen im Sommer betrifft. Doch keiner weiß, wie sich das Coronavirus weiterentwickelt. Die Initiative „Rettet die Reisebüros“ fordert einen Rettungsschirm. Es gehe um 7000 Reisebüroinhaber und ihre Mitarbeiter. Sie wollen finanzielle Soforthilfe von der Bundesregierung sowie eine umgehende und nicht rückzahlbare Beihilfe als Entschädigung für das Berufsverbot. Diese Hilfe brauche man schnellstens, heißt es bei dem Bündnis: „Unsere Existenzen stehen auf dem Spiel.“

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Erstellt:
13. Mai 2020, 15:32 Uhr

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