Sicherheit im Nahen Osten

Reisewarnung für Jordanien: Was derzeit für Urlauber gilt

Jordanien gilt normalerweise als stabiles Reiseziel im Nahen Osten. Doch wegen der aktuellen militärischen Eskalation in der Region hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausgesprochen. Was Reisende jetzt wissen sollten.

Was gilt aktuell für Reisen nach Jordanien?

© Gergely Ivasko/ Shutterstock

Was gilt aktuell für Reisen nach Jordanien?

Von Katrin Jokic

Jordanien gehört seit Jahren zu den beliebtesten Reisezielen im Nahen Osten. Das Land zieht Besucher mit historischen Stätten wie der Felsenstadt Petra, der Wüstenlandschaft von Wadi Rum oder dem Toten Meer an. Politisch galt Jordanien lange als vergleichsweise stabiler Staat in einer konfliktreichen Region.

Die aktuelle Lage im Nahen Osten hat jedoch auch Auswirkungen auf Jordanien. Das Auswärtige Amt hat deshalb seine Reise- und Sicherheitshinweise deutlich verschärft und warnt derzeit vor Reisen in mehrere Staaten der Region – darunter auch Jordanien.

Reisewarnung Jordanien

Das Auswärtige Amt warnt aktuell vor Reisen in mehrere Länder des Nahen Ostens, darunter auch Jordanien. Hintergrund ist die militärische Eskalation seit Ende Februar 2026. Seit dem 28. Februar führen Israel und die USA Luftschläge gegen Ziele im Iran durch. Als Reaktion darauf kommt es laut Auswärtigem Amt zu Angriffen aus Iran auf verschiedene Ziele in der Region.

Die Folgen sind bereits spürbar: In mehreren Staaten wurden die Lufträume gesperrt, weitere Einschränkungen sind möglich. Zahlreiche Fluggesellschaften haben Flüge in die Region eingestellt oder reduziert. Davon betroffen sind auch wichtige internationale Drehkreuze, etwa Flughäfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder in Katar.

Auch innerhalb Jordaniens ist die Sicherheitslage angespannt. Aufgrund der Situation im Westjordanland kommt es insbesondere in der Hauptstadt Amman und anderen größeren Städten immer wieder zu Demonstrationen – häufig freitags nach dem Mittagsgebet. Dabei kann laut Auswärtigem Amt auch antiwestliche Stimmung auftreten.

Zusätzlich kann es zu kurzfristigen Änderungen bei Grenzübergängen kommen, vor allem zwischen Israel und Jordanien. Besonders betroffen ist der Grenzübergang an der King-Hussein-Brücke (Allenby-Brücke). In grenznahen Regionen sind außerdem Straßensperren oder zusätzliche Kontrollen möglich, etwa entlang des Dead Sea Highway.

Deutschen Staatsbürgern in der Region empfiehlt das Auswärtige Amt unter anderem, sich in der Krisenvorsorgeliste „ELEFAND“ zu registrieren, Warnmeldungen ernst zu nehmen und Demonstrationen oder größere Menschenansammlungen zu meiden. Reisende sollten außerdem regelmäßig die Nachrichtenlage verfolgen und den Anweisungen lokaler Behörden folgen.

Aktuelle Sicherheitslage bei Reisen nach Jordanien beachten

Unabhängig von der aktuellen Sicherheitslage gilt Jordanien grundsätzlich als kulturell und landschaftlich besonders vielfältiges Reiseziel. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählt die antike Felsenstadt Petra, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und eines der berühmtesten Wahrzeichen des Landes ist.

Ein weiteres Highlight ist die Wüstenlandschaft von Wadi Rum mit ihren spektakulären Felsformationen. Viele Besucher unternehmen dort Jeep- oder Kameltouren und übernachten in Wüstencamps. Auch das Tote Meer zieht Reisende an: Aufgrund des hohen Salzgehalts ist es dort möglich, nahezu schwerelos auf dem Wasser zu treiben.

Wer eine Reise nach Jordanien plant, sollte derzeit jedoch unbedingt die aktuelle Sicherheitslage und die Hinweise des Auswärtigen Amts im Blick behalten. Aufgrund der regionalen Spannungen können sich Empfehlungen und Reisebedingungen kurzfristig ändern.

Zum Artikel

Erstellt:
11. März 2026, 08:44 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen