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Rekordverdächtig: 35 Bewerber bei Herrenalb-Wahl

dpa/lsw Bad Herrenalb. Traumjob Rathauschef in Bad Herrenalb? 35 Bewerber stellen sich zur Wahl. Nicht alle meinen es ganz ernst. Doch sie haben eine Botschaft.

Blick auf den Rathausplatz. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Blick auf den Rathausplatz. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Posten mit Anziehungskraft: Zwei Wochen vor der nächsten Runde der Bürgermeisterwahl in Bad Herrenalb (Kreis Calw) ist die Zahl der Bewerber auf 35 gestiegen. Wie die Gemeinde am Freitag mitteilte, wurden sieben neue Bewerber für die zweite Wahl am 10. November zugelassen. Ernsthafte Chancen werden aber nur drei Bewerbern eingeräumt. Der Rest der Kandidaten kommt von der Satirepartei Die Partei oder ihrem Umfeld, sagte ihr Sprecher Jörg Lesser, der selbst auch kandidiert.

Die Satirepartei will damit ins Guinness-Buch der Rekorde und auch ein Zeichen dagegen setzen, dass kommunale Ämter als „Abschiebeposten für ausgediente Politiker verkommen“. Die Gemeinde betrachtet den Rummel gelassen. Mehr Kandidaten bedeuten zwar mehr Aufwand. Doch, so ein Stadtsprecher: „Wir sind eine Tourismusstadt. Da ist Aufmerksamkeit nichts Schlechtes.“ Im Ort gebe es aber auch Stimmen, die eine Respektlosigkeit gegenüber dem Amt kritisieren.

Bei der ersten Wahl am 20. Oktober hatte keiner der 29 Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erreicht. Am meisten Stimmen bekam Bad Herrenalbs Stadtkämmerin Sabine Zenker (CDU/39,1 Prozent), gefolgt vom parteilosen Geschäftsführer der Karlsruher Tourismus GmbH, Klaus Hoffmann (28,7 Prozent) und dem Juristen mit FDP-Parteibuch Marc-Yaron Popper (25,2 Prozent). Der parteilose Feuerwehrmann Egon Nagel (4,6 Prozent) tritt nicht mehr an.

Die Kandidaten der Satirepartei spielten keine Rolle. Kandidat Jörg Lesser sagte zu seiner Motivation: „Ich wollte die Stadt mal aufmischen.“ Etwa mit einem zeitgemäßen Konzept für den Tourismus.

Wahlberechtigt sind in dem Schwarzwald-Kurort gut 6500 Bürger, die Wahlbeteiligung lag bei der ersten Runde bei knapp 48 Prozent. Am 10. November reicht in dem 8000-Einwohner-Ort die einfache Mehrheit. Amtsinhaber Norbert Mai (CDU) tritt nach 16 Jahren als Rathauschef aus Altersgründen nicht mehr an.

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Erstellt:
25. Oktober 2019, 15:13 Uhr

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