Remstalweg wieder offen
Interimslösung zwischen Remseck und Waiblingen-Hohenacker.
Gute Nachrichten für Radfahrer. Symbolfoto: Remstal Tourismus
Rems-Murr. Pünktlich zur Osterzeit und damit zum Start in die Fahrrad- und Wandersaison gibt es gute Nachrichten für alle, die im Remstal unterwegs sind: Der Remstalweg zwischen Waiblingen-Hohenacker und Remseck ist ab sofort wieder für den Fuß- und Radverkehr geöffnet – im Rahmen einer Interimslösung. Das teilt das Landratsamt mit. Die bisherige Vollsperrung ist damit aufgehoben. Nach den Hochwasser- und Starkregenereignissen 2024 war der Wegabschnitt durch Unterspülungen und Schäden stark beeinträchtigt.
Landrat Richard Sigel erklärt: „Mit der Interimslösung geben wir den Menschen pünktlich zu Ostern ein wichtiges Stück Alltag und Freizeit zurück – für Pendlerinnen und Pendler, Familien, Spaziergänger und Radfahrer. Die Sicherungsmaßnahmen folgten den praxistauglichen Empfehlungen der Naturschutzbehörden und wurden in Richtung Hang umgesetzt – nicht zum besonders geschützten Ufer hin. Ich bitte alle, den Abschnitt umsichtig zu nutzen, das Tempo anzupassen und an Engstellen Rücksicht zu nehmen – damit alle sicher ans Ziel kommen.“ Regierungspräsidentin Susanne Bay sagt: „Dennoch kann die aktuelle Situation nur eine Übergangslösung sein. Daher ist es wichtig, dass wir gemeinsam die dauerhafte Wegführung mithilfe einer Brücke auf der anderen Remsseite weiter vorantreiben.“
Der betroffene Abschnitt wurde bestmöglich ertüchtigt: Bewuchs wurde zurückgeschnitten, Sicherungsmaßnahmen wurden vorgenommen sowie Warn- und Hinweisschilder aufgebaut. Da die nutzbare Breite stellenweise eingeschränkt ist, steht auf dem geöffneten Abschnitt die gegenseitige Rücksichtnahme im Mittelpunkt. Alle Arbeiten erfolgten mit besonderer Rücksicht auf das sensible Umfeld im Natur-, FFH und Landschaftsschutzgebiet.
Parallel zur Interimslösung wird durch die Stadt Waiblingen weiterhin an einer dauerhaft hochwassersicheren Wegeführung gearbeitet. Ziel ist eine langfristige Lösung, die den Remstalweg zuverlässig und nachhaltig nutzbar macht. Diskutiert wird dabei eine Verlegung des betroffenen Abschnitts auf die gegenüberliegende Flussseite mittels Neubaus einer Brücke. Diese mögliche Lösung würde eine dauerhafte Wegebeziehung – insbesondere für den zunehmenden Radverkehr – sicherstellen und wurde bereits mit der Stadt Remseck, dem Landratsamt und dem Regierungspräsidium abgestimmt. Es stehen Fördergelder des Landes bereit.
Aufgrund der Bauarbeiten zur Süddeutschen Erdgasleitung besteht derzeit noch eine Sperrung zwischen dem VfL-Sportpark Waiblingen und der Geheimen Mühle Beinstein, die bis voraussichtlich Ende Juni 2026 andauert. Die Umleitung ist vor Ort ausgeschildert und verläuft entsprechend auf der anderen Uferseite der Rems. pm
