Schwacher Wochenstart

Rheinmetall fällt unter 1.800 Euro-Marke

Trotz eines schwachen Wochenauftakts bleibt die Rheinmetall-Aktie langfristig aussichtsreich. Was den Kurs stützt und wie bekannte Ratinghäuser das Papier aktuell bewerten.

Die Rheinmetall-Aktie zeigt trotz eines schwachen Wochenauftakts langfristig Potenzial, gestützt durch die hohe Nachfrage nach Rüstungsgütern und geopolitische Unsicherheiten.

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Die Rheinmetall-Aktie zeigt trotz eines schwachen Wochenauftakts langfristig Potenzial, gestützt durch die hohe Nachfrage nach Rüstungsgütern und geopolitische Unsicherheiten.

Von Matthias Kemter

Die Rheinmetall-Aktie startet die Woche mit einem leichten Rückgang. Zum Nachmittag fällt das Papier sogar wieder unter die 1.800-Euro-Marke und liegt aktuell bei knapp 1.798,00 EUR. Damit zählt die Aktie zu den Verlierern im DAX. Trotz des Rückgangs bleibt die langfristige Perspektive für Rheinmetall positiv. Der Kurs liegt weiterhin 161,34 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 688,00 EUR, das im Februar 2025 erreicht wurde.

Hintergrund: Ukraine-Krieg und Rüstungsnachfrage

Die geopolitische Lage, insbesondere der anhaltende Krieg in der Ukraine, sorgt weiterhin für eine hohe Nachfrage nach Rüstungsgütern. Die jüngsten Verhandlungen zwischen der Ukraine, den USA und Russland in Abu Dhabi brachten keine konkreten Ergebnisse. Präsident Selenskyj bezeichnete die Gespräche zwar als „konstruktiv“, Fortschritte oder ein Waffenstillstand sind jedoch nicht in Sicht. Gleichzeitig fordert Selenskyj verstärkte Unterstützung durch westliche Verbündete, insbesondere in Form von Munition und Luftabwehrraketen.

Analystenhäuser sind überzeugt

Analysten bewerten die Rheinmetall-Aktie weiterhin überwiegend positiv. Barclays hob das Kursziel auf 2.175 EUR an und sieht langfristiges Wachstumspotenzial, während Bernstein mit einem Kursziel von 2.000 EUR die starke Marktposition im Rüstungssektor betont. Goldman Sachs erhöhte das Ziel auf 2.300 EUR und verweist auf stabile Aufrüstungsambitionen Deutschlands. Auch die Deutsche Bank (2.100 EUR) und Berenberg (2.200 EUR) bleiben optimistisch, trotz geopolitischer Unsicherheiten. DZ Bank und Jefferies senkten ihre Kursziele leicht, sehen aber weiterhin Kaufchancen bei attraktiver Bewertung.

Rheinmetall konnte zuletzt durch Großaufträge und Umsatzsteigerungen überzeugen. Im dritten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 2,78 Milliarden EUR, was einem Plus von 13,33 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Analysten erwarten für das Geschäftsjahr 2025 einen Gewinn von 27,96 EUR je Aktie.

Fazit:

Trotz eines schwachen Wochenauftakts bleibt die Rheinmetall-Aktie langfristig aussichtsreich. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Rüstungsgütern, gestützt durch die geopolitische Lage, sowie positive Analystenbewertungen und solide Geschäftszahlen unterstreichen das Wachstumspotenzial des Unternehmens.

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Erstellt:
26. Januar 2026, 17:38 Uhr

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