Rose gibt ungarischen Orden aus Protest zurück

dpa/lsw Heidelberg. Aus Protest gegen das ungarische Gesetz zur Einschränkung von Informationen über Homo- und Transsexualität gibt der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma mit Sitz in Heidelberg, Romani Rose, einen ungarischen Verdienstorden zurück. Mit dem Gesetz sei „eine rote Linie überschritten worden“, sagte Rose der „Rhein-Neckar-Zeitung“ (Montag). „Ich habe mich geschämt, den Orden einer Regierung zu tragen, die so mit Menschen umgeht. Das entspricht nicht meinem demokratischen und rechtsstaatlichen Anspruch.“

Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma. Foto: Gregor Fischer/dpa/Archivbild

Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma. Foto: Gregor Fischer/dpa/Archivbild

Rose hatte die Auszeichnung nach eigenen Angaben 2012 von Ungarns Ministerpräsident Victor Orban persönlich erhalten. Er werde den Orden nun diese Woche der ungarischen Botschaft in Berlin zurückgeben. Das Gesetz verbietet Publikationen, die Kindern zugänglich sind und nicht-heterosexuelle Beziehungen darstellen. Auch wird Werbung verboten, in der Homosexuelle oder Transsexuelle als Teil von Normalität erscheinen. International gibt es daran viel Kritik.

© dpa-infocom, dpa:210628-99-169537/2

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Erstellt:
28. Juni 2021, 08:34 Uhr

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