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Rotes Kreuz: Blutspenden gehen aus Angst vor Virus zuneige

dpa/lsw Stuttgart/Frankfurt. Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes zeigt sich alarmiert angesichts der deutlich sinkenden Spendebereitschaft. „Das liegt vor allem an der völlig übertriebenen Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus“, sagte der Sprecher für Hessen und Baden-Württemberg, Eberhard Weck, am Montag in Frankfurt der dpa. Die Zahlen gingen allerdings auch saisonal zurück wegen der derzeit herrschenden Influenzasaison.

Ein Aufnäher mit dem Logo des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist auf rotem Hintergrund zu sehen. Foto: Markus Scholz/dpa/Archivbild

Ein Aufnäher mit dem Logo des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist auf rotem Hintergrund zu sehen. Foto: Markus Scholz/dpa/Archivbild

Für die beiden Bundesländer reiche der Lagerbestand an Blutprodukten nur noch für zwei Tage aus. „Die Leute kaufen wie wild ein, sie igeln sich ein vor Sorge und vergessen zu spenden.“ Dabei sei die Zahl der Infektionen in den beiden Ländern noch minimal. „Wie soll das erst werden, wenn diese Zahl mal stärker steigt?“, fragte Weck. Besonders betroffen seien Krebspatienten. „Ohne Blutspenden werden wirklich Menschen sterben. Und dann nicht am Coronavirus“, kritisierte Weck.

Die Freiburger Uniklinik verschiebt nach eigenen Angaben bereits planbare Operationen bei einigen Patienten. „Da überall Mangel an Blutreserven besteht, können sich die Blutspendedienste nicht gegenseitig aushelfen“, sagte Markus Umhau, der Ärztliche Leiter der Blutspendezentrale am Universitätsklinikum Freiburg.

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Erstellt:
2. März 2020, 17:56 Uhr

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