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Rottenburg will Bootsflüchtlinge der „Sea Watch“ aufnehmen

dpa/lsw Rottenburg/Berlin. Die Stadt Rottenburg will rund 50 in Seenot geratene Flüchtlinge des Rettungsschiffs „Sea-Watch 3“ aufnehmen. „Wenn man es ernst meint, muss man auch das Angebot machen“, sagte Oberbürgermeister Stephan Neher (CDU) am Freitag. Allerdings sei noch die Zustimmung des Bundesinnenministerium notwendig. Auch Berlin habe signalisiert, dass es Flüchtlinge des Rettungsschiffes aufnehmen wolle.

Aktivisten der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch retten Migranten vor der libyschen Küste. Foto: Sea Watch

Aktivisten der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch retten Migranten vor der libyschen Küste. Foto: Sea Watch

Neher hatte am Freitag gemeinsam mit elf weiteren Städten bei einem Kongress der Initiative „Seebrücke“ das Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ gegründet und damit die Bereitschaft zur zusätzlichen Aufnahme von Geflüchteten aus dem Mittelmeer bekräftigt. Dem Bündnis gehören neben Rottenburg die Städte Berlin, Detmold, Freiburg, Flensburg, Greifswald, Hildesheim, Kiel, Krefeld, Marburg, Potsdam, und Rostock an.

Die „Sea-Watch“ hatte die Migranten am Mittwoch vor Libyen aus Seenot gerettet, darunter zwei Babys. Der italienische Innenminister Matteo Salvini will das Boot nicht in Italien anlegen lassen und bezeichnete die Helfer als „Piraten“ und „Menschenschlepper und deren Komplizen“. Erst diese Woche hatte die Regierung in Rom ein Dekret erlassen, wonach Nichtregierungsorganisationen mit einer hohen Geldstrafe belegt werden können, wenn sie unerlaubt in italienische Gewässer fahren.

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Erstellt:
14. Juni 2019, 16:33 Uhr

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