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Royals: Kinder im Internet schützen

Europäische Königshäuser machen sich Gedanken über den Online-Alltag der Jugend

Stockholm /DPA - Wie schütze ich als Elternteil meine Kinder vor den Gefahren des Internets? Mithilfe der schwedischen Kinderschutzorganisation Bris haben sich das schwedische Prinzenpaar Sofia und Carl Philip, jüngerer Bruder von Kronprinzessin Victoria, ein neues Thema auf die blau-gelben Fahnen geschrieben. Sie haben kürzlich ein Handbuch, auf dem die Seite Nätföräldrar.se basiert, an alle Eltern im Land verschickt, deren Kinder in diesem Jahr zehn Jahre alt werden. Sie sind nicht die Ersten, die einen scharfen Blick ins Netz werfen. Macht sich ein neues Online-Bewusstsein unter den Königshäusern breit?

Dänemarks Königin Margrethe II. schnitt das Thema in ihrer Neujahrsansprache an und nahm sich die Zeit für ein paar Worte zum Thema Internet. Man könne dank des technischen Fortschritts heute auch dann noch mit seinen Kindern und Enkeln sprechen, wenn sie sich am anderen Ende der Welt befänden, sagte die 78-Jährige. Mancher Kontakt werde aber auch unpersönlicher. Kinder und Jugendliche sollten die Folgen bedenken, ehe sie Beleidigungen ins Netz stellten, sagte sie.

Klare Kante bezog auch der Liebling der Briten, William: Während seine Frau Kate bereits Anfang 2018 vor der Sucht warnte, zu der soziale Netzwerke werden könnten, warf der Herzog von Cambridge den großen IT-Konzernen im November vor, Kinder nicht ausreichend vor Hass und Mobbing in den sozialen Netzwerken zu schützen. „Die Apps, die wir nutzen, um neue Freunde zu finden, können Mobbern auch die Möglichkeit verschaffen, ihre Ziele weiterzuverfolgen, nachdem sie das Klassenzimmer verlassen haben“, sagte der dreifache Vater.

Der spanische König Felipe VI. forderte ebenfalls im November mehr Datenschutz und Privatsphäre für Internet-User. Es sei wichtig, „die Menschenrechte an die zukünftigen Realitäten anzupassen“, betonte er. Die Staaten müssten die Privatsphäre der Nutzer in Zeiten der digitalen Kommunikation nicht nur respektieren, sondern auch besser schützen.

In Sachen Online-Bewusstsein greift das niederländische Königspaar Willem-Alexander und Máxima bei seinen drei Töchtern zu dem wohl drastischsten aller Mittel: bildschirmlose Ferien. Während des Urlaubs bleiben Smartphone und iPad aus. Große Freude kam bei den Prinzessinnen Amalia (15), Alexia (13) und Ariane (11) nicht auf, räumte Willem-Alexander einmal ein. „Sie klagen schon. Die ersten Tage sind schwierig, auch für uns.“ Im Allgemeinen kleben die drei Mädchen an ihren Smartphones wie andere Teenager auch.

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Erstellt:
27. Februar 2019, 03:04 Uhr

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