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Salierbrücke bei Speyer bleibt ein Jahr länger gesperrt

dpa Speyer/Hockenheim. Die Salierbrücke bei Speyer wird seit Monaten saniert. Für Pendler zwischen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bedeutet das Staus und längere Fahrzeiten. Nun verzögern sich die Bauarbeiten auch noch.

Ein Auto und ein Lkw auf der Salierbrücke zwischen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild

Ein Auto und ein Lkw auf der Salierbrücke zwischen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild

Schlechte Nachrichten für Pendler: Die Sanierung der wichtigen Salierbrücke zwischen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz dauert mindestens ein Jahr länger. Die Arbeiten werden voraussichtlich im Frühjahr 2022 abgeschlossen, sagte die Karlsruher Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder am Donnerstagabend in Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis). Ein Grund sei, dass kurz nach Baubeginn Anfang des Jahres Schadstoffe gefunden worden seien.

Die giftigen Stoffe sind den Angaben zufolge zum ersten Mal bei Brückenarbeiten nachgewiesen worden. Bislang habe man den Stoff nur in Gebäuden gefunden, etwa in Fußböden oder Elektroinstallationen, sagte Walter Katzik vom federführenden Regierungspräsidium in Karlsruhe. Die Schadstoffe mussten demnach aufwendig entsorgt werden. Hinzu komme, dass die Pläne der Brücke aus den fünfziger Jahren erheblich von der Wirklichkeit abwichen.

Die Probleme seien nicht vorhersehbar gewesen, sagte Felder. Durch die Umplanungen habe sich der Zeitplan beträchtlich verschoben. So müssen nach ihren Worten nun viele Arbeiten im Winter durchgeführt werden, was zu weiteren Verzögerungen führt. Neben der Dauer steigen auch die Kosten: Ursprünglich waren rund elf Millionen Euro für die Sanierung veranschlagt. Das Regierungspräsidium rechnet nun mit einer Summe von mindestens 16,7 Millionen Euro.

Die rund 600 Meter lange Brücke bei Speyer ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Rhein-Neckar-Region. In den vergangenen Jahren überquerten täglich etwa 28 000 Fahrzeuge auf ihr den Rhein. Eine Untersuchung hatte vor gut fünf Jahren erhebliche Defizite in der Tragfähigkeit gezeigt. Die Arbeiten an dem Bauwerk sollten ursprünglich 26 Monate dauern.

Die Salierbrücke ist nicht der einzige Sanierungsfall in der Metropolregion. Seit Ende August ist etwa die Hochstraße Süd in Ludwigshafen wegen gravierender Schäden gesperrt. Über die einsturzgefährdete Straße waren zuvor etwa 60 000 Fahrzeuge am Tag gerollt. Die Süd-Trasse (B37) gilt mit der ebenfalls maroden Hochstraße Nord (B44) als wichtige Verkehrsader der Region.

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Erstellt:
29. November 2019, 10:56 Uhr

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