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Sanierte Halle in Besitz genommen

Gemeindehalle in Burgstall nun auch offiziell eingeweiht  –  Vereinsvertreter äußern sich überwiegend positiv

Bereits vor drei Wochen wurde die sanierte und erweiterte Gemeindehalle in Burgstall von einer glücklichen Schulleiterin und ihren jüngsten Schutzbefohlenen in Besitz genommen. Nun überreichte Architekt Gerd Beutelspacher offiziell den Schlüssel.

Mit einer Handwerker-Einlage weihten die Kinder die neue Halle in Burgstall ein.Foto: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Mit einer Handwerker-Einlage weihten die Kinder die neue Halle in Burgstall ein.Foto: J. Fiedler

Von Carmen Warstat

BURGSTETTEN. Antje Hummel ist hocherfreut über die termingerechte Fertigstellung, habe sie doch „auf Kohlen gesessen wegen der Einschulung.“ Diese konnte planmäßig über die Bühne gehen, ohne dass die Rektorin sich nach anderen Räumlichkeiten umsehen musste. Sie lobt die „viel hellere Halle, die nun größer wirkt“ und meint, man habe „zukunftsweisend gedacht“ und Weichen für etwaige spätere Veränderungen (Beispiel Schulspeisung) schon jetzt gestellt.

Bei der nun auch offiziell vollzogenen Einweihung der Gemeindehalle dankte die Bürgermeisterin Irmtraud Wiedersatz dem Land für Zuschüsse in Höhe von rund 500 000 Euro, den Gemeinden Affalterbach, Aspach, Kirchberg und der Stadt Backnang, die während der Bauzeit Ausweichhallen zur Verfügung gestellt hatten, dem Architekten Gerd Beutelspacher und Bauleiter Alexander Orth sowie allen Fachbüros und Handwerkern für die gute Zusammenarbeit und planmäßige Fertigstellung des Gebäudes. Die Kosten für die Sanierung und Erweiterung der Halle belaufen sich auf etwa 1,2 Millionen Euro – plus Nachträge.

Die Bauzeit habe ein knappes Jahr betragen und sich gelohnt: Das Gebäude verfügt jetzt wieder über eine sichere Brandschutzanlage, Prallwände zur Unfallverhütung, behindertengerechte Toiletten und barrierefreien Zugang. Zudem ist dem Bedarf an zusätzlichen Räumlichkeiten Rechnung getragen und die Elektrik erneuert worden. Neue Böden wurden verlegt, blendfreie Jalousien, eine moderne Lautsprecheranlage und Sportgeräte, darunter ein leicht bedienbares Multi-Motion-Center angeschafft.

Im Anschluss äußerte sich der Architekt Gerd Beutelspacher zum Projekt Gemeindehalle Burgstall, lobte die Kompromissbereitschaft aller Seiten. Der Bürgermeisterin überreichte er den Schlüssel in Form eines riesigen Hefezopfes. Begeistert von den neuen Möglichkeiten sind die Kita-Leiterin Daniela Scholz und Erzieherin Ildiko Müller. Sie finden die Halle „super, freundlich und hell“ und freuen sich auf die Arbeit mit den Kindern hier. Viel mehr Platz haben sie jetzt und ganz schnell zugängliche Geräte. „Das schafft Erleichterung bei der Handhabe.“ Der Eintracht-Chor, ebenfalls vertreten durch Ildiko Müller, ist glücklich über den Windfang im Foyer, denn früher habe man immer gefroren und es sei nun „auch nimmer so duster.“ Ludwig Grotz ist Ehrenvorsitzender des Vereins der Gartenbaufreunde, der jährlich sein Haxen-Fest hier feiert und dann alles selbst zubereitet. Deshalb sei man ganz neugierig auf die neue Küche.

„Mit der Halle groß geworden“ ist Faschingsvereinschef Andreas Nasz, in Burgstall geboren und mit dem Ort verwachsen. In der Zeit der Sanierung habe die Bühnenatmosphäre gefehlt. Die sei sehr wichtig, erläutert Ehefrau Rita und dass die Vergrößerung des Foyers sich als vorteilhaft erweist, weil jeweils eine Gruppe ausweichen kann. Hans Kerschner vom Tischtennisverein TTV Burgstetten freut sich über einen separaten und großzügigen Geräteraum. Sein Kritikpunkt: Die Glaswand hinter dem Bühnenvorhang, die den dort oben platzierten Zuschauern bei Wettkämpfen den Blick versperrt, weil ein Balken genau in Sichthöhe angebracht ist. Es handelt sich dabei um eine Absturzsicherung, erläutert die Bürgermeisterin, die Kerschners Anliegen gut versteht und die Versicherung der Gemeinde diesbezüglich kontaktieren will. Wie andere Vereinsvertreter auch hebt Axel Kübler, Kassier des Sportvereins hervor, dass man bei der Konzeption habe mitwirken dürfen. Es sei „ein schöner Gymnastikraum“ geschaffen worden. Zu eng allerdings findet er die Geräteräume. Hier habe man mehrere Nutzer zusammengesteckt. Negativ auch, dass die Umkleideräume lediglich einen neuen Anstrich erhalten hätten und die Duschen „wie vor 20 Jahren“ aussähen. „Summa summarum muss man aber froh sein“, meint Kübler. Ein ansprechendes kulturelles Programm wurde vom Musikverein und dem Eintracht-Chor Burgstetten sowie der Kindertagesstätte Burgstall geboten. Die Kleinsten ließen fleißige Handwerker sehen und eroberten die Herzen der Gäste. Die Bewirtung wurde von den Vereinen übernommen, die zugunsten des Freibades alle in eine Kasse wirtschafteten.

Schließlich übernahmen die Vereine auch die bis zu 800 Personen fassende Halle, indem sie Auftritte präsentierten und beispielsweise einen Spiele-Parcours aufbauten. Auch die Grundschulkinder zeigten ihr Können und die Jugendkapelle des Musikvereins spielte auf. Der Abend klang mit einer Disco, bei der DJ Wasted Voice auflegte, aus. Insgesamt mehr als zwölf Stunden lang war in der gut besuchten Halle richtig viel los.

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Erstellt:
1. Oktober 2018, 06:00 Uhr

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