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Sanierung der Ortsdurchfahrt hat begonnen

Die Bauarbeiten an der Spiegelberger Ortsdurchfahrt haben nach langer Planung am Mittwoch begonnen. Sie werden voraussichtlich bis März 2021 dauern, die Straße soll fast während der gesamten Zeit halbseitig befahrbar bleiben. Das Projekt ist das letzte im Landessanierungsprogramm.

Die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Spiegelberg haben begonnen. Bis etwa März 2021 wird die Straße einseitig gesperrt. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Spiegelberg haben begonnen. Bis etwa März 2021 wird die Straße einseitig gesperrt. Foto: A. Becher

Von Nicola Scharpf

und Kristin Doberer

SPIEGELBERG. Die Bagger und Baumaschinen haben in Spiegelberg Einzug gehalten. Voraussichtlich bis März 2021 wird die Ortsdurchfahrt – die Landesstraße1066 – aufgrund ihres schlechten Zustands in der gesamten Länge von rund 800 Metern saniert. Dabei werden auch die Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut sowie in Teilbereichen die Bordsteine und Gehwege erneuert. Die bestehende Brücke über den Senzenbach wird ebenfalls saniert. Am südlichen Ortseingang nach Spiegelberg und im Bereich der Löwensteiner Straße/Prevorster Straße werden Querungshilfen für den Geh- und Radverkehr geschaffen, um die Verkehrssicherheit dort zu erhöhen.

Es wird in Bauabschnitten von jeweils etwa 100 bis 150 Metern gearbeitet. Am Mittwoch hat die Firma Lukas Gläser begonnen, die Senzenbachbrücke zu sanieren. Ursprünglich war geplant, dass die Bauarbeiten Anfang September am Ortseingang von Sulzbach an der Murr kommend mit dem Bau der Querungshilfe beginnen, die Senzenbachbrücke wurde nun aber vorgezogen. Aber auch mit den Maßnahmen an der Querungshilfe am Ortseingang wird voraussichtlich Anfang nächster Woche begonnen. Die ausführende Baufirma wird dann ortseinwärts die Arbeiten fortsetzen. Die zeitliche Umverteilung habe organisatorische Gründe, mache aber keinen großen Unterschied, da die gesamten Arbeiten von der Firma Lukas Gläser durchgeführt werden.

Beeinträchtigungen sollen möglichst gering gehalten werden.

Während der etwa siebenmonatigen Bauzeit soll der Verkehr so gut wie möglich weiter fließen. Für einen Großteil der Zeit wird die Straße einseitig gesperrt, der Verkehr wird daher mit Ampeln geregelt. Nur zum Aufbringen des endgültigen Fahrbahnbelags soll es eine Vollsperrung geben. Der Feinbelag soll im März 2021 auch abschnittsweise aufgetragen werden, sodass immer nur ein kleiner Straßenabschnitt für etwa zwei Tage pro Abschnitt voll gesperrt werden muss. Die Fahrbahndecke der K1821 zwischen Spiegelberg und Spiegelberg-Jux wird im Rahmen der Gesamtmaßnahme ebenfalls auf etwa 1350 Metern erneuert.

„Die Baumaßnahme ist mit Beeinträchtigungen verbunden. Das ist klar“, sagt Uwe Bossert. „Wir versuchen, die Belastungen so gering wie möglich zu halten.“ Demnach will man erreichen, den Schwerlastverkehr möglichst aus dem Ort zu halten, er wird weitläufig umgeleitet. In Abstimmung mit den Verkehrsbehörden, auch jenen der angrenzenden Landkreise, habe man ein Konzept erarbeitet, informiert der Bürgermeister. So gibt es beispielsweise bereits an der B14 oder an der B39 in Löwenstein Hinweisschilder auf die erschwerte Ortsdurchfahrt Spiegelbergs. Für Pkw bleibt die Fahrbahn einseitig befahrbar. „Wir brauchen den innerörtlichen Verkehr. Vor allem mit Blick auf die Feuerwehr oder die Arbeiter vom Bauhof“, sagt Bossert. Um eine gute Zusammenarbeit zwischen der Baufirma und den Anliegern zu erreichen, sollen die Anwohner regelmäßig schriftlich informiert werden.

Bei dem 1,7 Millionen Euro umfassenden Projekt, an dem die Gemeinde mit 600000 Euro beteiligt ist, geht es um mehr als einen neuen Fahrbahnbelag für die Straße. Die Ortsdurchfahrt soll verkehrssicherer werden und die Aufenthaltsqualität im Ort soll sich verbessern. „Es wird eine spürbare Aufwertung des Orts Spiegelberg“, ist sich Bossert sicher.

Landessanierungsprogramm mit dieser Sanierung beendet

Nicht nur hinsichtlich der Vergabesumme ist das Bauprojekt ein Highlight. Es markiert zugleich den Schlusspunkt des Landessanierungsprogramms, dessen Bewilligungszeitraum mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt nach 15 Jahren zu Ende geht. Das erste Vorhaben, für das Fördergelder aus dem Landessanierungsprogramm nach Spiegelberg flossen, war im Jahr 2006 die Sanierung der Brücke über die Lauter zum Seniorenheim Spiegelhof.

Weitere Meilensteine des Landessanierungsprogramms: die Sanierung des alten Pfarrhauses, des Weinmann’schen Hauses (altes Amtshaus) und die Gestaltung des Kirchplatzes. Rund 20 Projekte sind in den 15 Jahren mit Förderung durch das Landessanierungsprogramm, dessen oberstes Ziel die nachhaltige Aufwertung eines Ortskerns ist, verwirklicht worden. Zum Schluss also geht es um kein Wohngebäude am Ort oder ein teilgewerbliches Projekt, sondern um eine Aufwertung im öffentlichen Raum, die das Ortsbild dauerhaft ändern wird.

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Erstellt:
10. September 2020, 11:30 Uhr

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