SAP kauft Berliner Softwarefirma Signavio

dpa Walldorf/Berlin. Europas größter Softwarehersteller SAP will mit dem Kauf des Berliner Start-Ups Signavio sein Profil schärfen. Die Übernahme des auf Geschäftsprozessverbesserung spezialisierten Unternehmens soll noch im ersten Quartal 2021 abgeschlossen werden, wie das Dax-Schwergewicht am Mittwoch mitteilte. In der heutigen dynamischen Geschäftswelt bräuchten Unternehmen die Fähigkeit, sich schnell an wandelnde Gegebenheiten anzupassen, sagte SAP-Finanzchef Luka Mucic. Mit Signavio könne SAP ein umfassendes Paket für den Wandel in Unternehmen bereitstellen, hieß es vom Unternehmen. Finanzielle Details wollten die Unternehmen nicht nennen.

Ein Logo des Softwarekonzerns an der Unternehmenszentrale von SAP. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Ein Logo des Softwarekonzerns an der Unternehmenszentrale von SAP. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Es gehört zur Strategie von SAP-Chef Christian Klein, den Konzern mit seinen vielen Angeboten stärker auf die Bedürfnisse der Kunden zu trimmen. Ein zentraler Bestandteil davon ist die Stärkung der Angebote rund um bessere Geschäftsprozesse. Signavio ist auf diesen Bereich ausgerichtet und bietet Software an für das Prozess- und Entscheidungsmanagement zur Nutzung aus dem Internet über die Cloud. Die Software von Signavio soll Schwachstellen in Arbeitsabläufen aufdecken und beseitigen helfen.

Zu den Investoren der Berliner zählen der Finanzinvestor Apax Partners und die Deutsche Telekom mit der Beteiligungsfirma Deutsche Telekom Capital Partners (DTCP). Signavio hat seinen Sitz in Berlin und zählte zuletzt mehr als 200 Mitarbeiter. Das Unternehmen sieht sich als führend im Bereich der besseren Planung von Geschäftsprozessen. Rivale auf dem Gebiet ist unter anderem der Münchener Anbieter Celonis.

© dpa-infocom, dpa:210127-99-194134/2

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Erstellt:
27. Januar 2021, 16:26 Uhr

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