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Schalke zum siebten Mal ohne Sieg: Nur 1:1 gegen Hoffenheim

dpa Gelsenkirchen. Famose Hinserie, schwache Rückrunde - beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 hält der Negativtrend an. Im Duell mit 1899 Hoffenheim musste sich das Team von Trainer David Wagner mit einem 1:1 (1:0) begnügen und blieb damit in der Fußball-Bundesliga trotz der zwischenzeitlichen Führung durch Weston McKennie (20. Minute) zum siebten Mal in Serie ohne Sieg. Damit gerät der Europapokal-Platz, auf dem der Revierclub seit dem 11. Spieltag am 9. November rangiert, zunehmend in Gefahr. Vor 58 324 Zuschauern in der Veltins Arena sorgte Christoph Baumgartner (69.) am Samstag für das verdiente Remis der Hoffenheimer, die allerdings auch seit fünf Ligaspielen auf einen Sieg warten.

Schalkes Guido Burgstaller und Hoffenheims Florian Grillitsch (l-r.) im Zweikampf um den Ball. Foto: David Inderlied/dpa

Schalkes Guido Burgstaller und Hoffenheims Florian Grillitsch (l-r.) im Zweikampf um den Ball. Foto: David Inderlied/dpa

Eine Woche nach dem Skandalspiel von Sinsheim, dass nach Hass-Plakaten gegen TSG-Mäzen Dietmar Hopp für Minuten unterbrochen worden war, blieben Protestaktionen auch beim Spiel in Gelsenkirchen nicht aus. „Wir entschuldigen uns bei allen Huren, sie mit Herrn Hopp in Verbindung gebracht zu haben“, war auf Spruchbändern in der Schalker Nordkurve zu Beginn der Partie zu lesen. Zudem gab es „Ihr-seid-nur-ein-Hurensohn-Verein“-Sprechchöre.

Doch der Schwerpunkt lag diesmal auf dem sportlichen Geschehen. Zwar vertraute Schalke-Coach Wagner bis auf einer Ausnahme der Startelf, die sich beim 0:1 im DFB-Pokal gegen den FC Bayern vier Tage zuvor achtbar geschlagen hatte, wählte aber eine etwas offensivere Gangart. Nicht zuletzt deshalb übernahm sein Team von Beginn an die Regie und hatte in der 14. Minute die Chance zur Führung, als Kenny aus kurzer Distanz an TSG-Keeper Oliver Baumann scheiterte.

Ähnlich wie beim 0:6 eine Woche zuvor gegen den FC Bayern agierte das auf drei Positionen veränderte Hoffenheimer Team in der Defensive zunächst arg sorglos. Das machte sich McKenny zunutze. Der Amerikaner startete nach Zuspiel von Kenny einen Sololauf parallel zur Torlinie, umspielte seinen zu passiven Gegenspieler Kevin Akpoguma und schloss aus zwölf Metern gekonnt ab.

Das erste Tor seit dem 8. Februar gab den zuletzt angriffsschwachen Schalkern sichtlich Auftrieb. Allerdings schlugen sie aus ihrer Überlegenheit kein weiteres Kapital und taten sich beim Herausspielen von Möglichkeiten gewohnt schwer. Und weil auch die Hoffenheimer in der Offensive nur wenig zu bieten hatten, hielt sich der Unterhaltungswert der Partie in Grenzen. Der Kopfball des Gäste-Stürmers Ihlas Bebou (41.) an das Außennetz war bis zur Pause einer der wenigen Höhepunkte.

Auch nach Wiederanpfiff gab es lange Zeit wenig spielerischen Glanz. Schalke schien einem 2:0 zunächst näher als die Gäste dem Ausgleich. So verfehlte Rabbi Matondo (62.) das gegnerischen Tor mit einem Linksschuss aus halbrechter Position nur knapp.

Doch die Hoffenheimer profitierten von der zunehmenden Passivität des Gegners und schlugen eiskalt zurück. Nur wenige Minuten, nachdem der Videoassistent den vermeintlichen Ausgleich durch Benjamin Hübner wegen Abseitsstellung aberkannt hatte, nutzte der eingewechselte Baumgartner nach einem Eckball die Verwirrung in der Schalker Hintermannschaft und traf aus kurzer Distanz zum Ausgleich. In der hektischen Schlussphase mühten sich beide Teams um den Siegtreffer, blieben dabei aber zu ideenlos.

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Erstellt:
7. März 2020, 17:33 Uhr

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