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Schlaf als Kunst und Rebellion: Neue Ausstellung

dpa/lsw Stuttgart. Einfach mal ins Bett legen, die Augen schließen und ein bisschen träumen? Im Württembergischen Kunstverein ist's möglich, ja sogar erwünscht. Die Videoinstallation „I'm not Going to Bed with My Computer“ der Österreicherin Teresa Distelberger in einem Doppelbett ist Teil einer neuen Ausstellung, die sich der Rolle des Schlafens und des Träumens vor allem in der Arbeitswelt widmet.

Unter dem Titel „Sleeping with a Vengeance, Dreaming of a Life“ (etwa „Mit Nachdruck schlafen, von einem Leben träumen“) setzen sich mehr als 40 Künstler mit dem gesellschaftspolitischen Potenzial des nächtlichen Schlummerns auseinander. „Schlaf ist heutzutage eine Ressource“, kritisierte Kuratorin Ruth Noack am Freitag vor der Eröffnung der Schau in Stuttgart. „In unserem Leben wird ihm nicht mehr als das notwendige Minimum an Platz eingeräumt, damit wir produktiv sein können.“

Der Produktionsdruck am Fließband wird in den Kunstwerken ebenso thematisiert wie der Schlaf als Rebellion, wenn Fabriken über Nacht besetzt werden. Eine Videoinstallation begleitet einen Fernfahrer auf seinem Weg durch die Nacht, eine andere spielt mit Schlafliedern. Ein Video trägt den Betrachter auf einen sogenannten Geistermarkt in China und ein Künstlerbuch zeigt unbequeme Bänke, auf denen man nicht mehr schlafen kann. Ausgestellt werden größtenteils Videoinstallationen, bisweilen ist ein wenig interpretatorische Fantasie erforderlich.

Kuratorin Ruth Noack bezeichnet die Ausstellung, die zuvor in Griechenland, China und Tschechien zu Gast war, als Prozess. Von Mal zu Mal seien die Werke weiterentwickelt worden, und hin und wieder seien auch neue hinzugekommen.

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Erstellt:
18. Oktober 2019, 13:20 Uhr

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