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Schmetterlingsforscher: „Artenvielfalt in freiem Fall“

dpa/lsw Karlsruhe. Vielfalt und Zahl der Schmetterlinge sind nach einer neuen Studie in ganz Baden-Württemberg eingebrochen. Gründe seien unter anderem die intensive Landwirtschaft und die Versiegelung von Flächen, bilanzieren mehrere Wissenschaftler in einer Arbeit für das Magazin „Scientific Reports“. Es handele sich um die erste flächendeckende Langzeitstudie, für die Daten über die tagaktiven Schmetterlinge in Südwestdeutschland bis zurück in das 18. Jahrhundert genutzt werden konnten.

Ein Schmetterling sitzt auf der Wiese eines Ribbecker Landwirtes auf der Blüte einer Sonnenblume. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Ein Schmetterling sitzt auf der Wiese eines Ribbecker Landwirtes auf der Blüte einer Sonnenblume. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

„Die Artenvielfalt befindet sich in freiem Fall“, warnen die Wissenschaftler, die unter anderem aus Karlsruhe, Salzburg und dem brandenburgischen Müncheberg stammen. „Die Wahrscheinlichkeit, viele Individuen von vielen unterschiedlichen Schmetterlingsarten auf einem Spaziergang zu sehen, hat besonders in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich abgenommen.“ Der Trend mache auch vor Naturschutzgebieten und kaum genutzten Flächen nicht Halt, sagen die Experten.

Die genutzten Daten stammen vor allem aus der zentralen Landesdatenbank Schmetterlinge am Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe (SMNK). Dort werden historische Nachweise aus den vergangenen zwei Jahrhunderten und aktuelle Meldungen vereinigt.

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Erstellt:
17. Oktober 2019, 15:37 Uhr

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