Rekord-Schneefälle
Schneechaos: Der Winter ist nach Norditalien zurückgekehrt
„Super Nevicata“ – Schnee, so weit das Auge reicht: In Norditalien ist der Winter mit voller Härte zurückgekehrt und hat Unmengen an Neuschnee mitgebracht – Bilder und Karte.
© Comune di Macugnaga
Der Winter hat das italienische Dorf Macugnaga wieder voll im Griff.
Von Markus Brauer
Macugnaga ist der Inbegriff eines gemütlichen italienischen Alpendorfs. Die knapp 500 Einwohner leben in einer alpinen Idylle auf 1327 Metern. Doch aktuell ist es mit der Gemütlichkeit in der Gemeinde in der Provinz Verbano-Cusio-Ossola in der Region Piemont fürs erste vorbei.
Check out these photos of Macugnaga by Massimo Cornaggia where 1.5 of snow fell in just 24hrs at the weekend! https://t.co/PGoKdcOhGNpic.twitter.com/yqPeMAyFnz — weathertoski (@weathertoski) March 16, 2026
#Weather #Italy https://t.co/y8WXnmD6rW — Joseph Frascati (@joey_frascati) March 15, 2026
Bis zu 1,60 Meter Neuschnee
Ein heftiger Wintereinbruch hat die 60 Kilometer westlich von der Provinzhauptstadt Verbania und 41 Kilometer südwestlich von Domodossola liegende Kommune fest im eisigen Griff. Am Wochenende sind in dem Alpendorf bis zu 1,60 Meter Neuschnee gefallen. Italienische Medien sprechen von „Rekord-Schneefällen“.
Macugnaga ist bei Skitouristen beliebt. Doch am Sonntag (16. März) mussten die Wintersportler laut dem öffentlich-rechtlichen Sender Rai erst einmal eine Pisten-Pause einlegen.
Fitte nevicate in corso sulle Alpi Pennine. Le immagini da Bielmonte (Biella) e Macugnaga (VCO). Nella zona è prevista un'intensificazione dei fenomeni nella seconda parte della giornata di sabato. pic.twitter.com/mKWxzGhSIY — Local Team (@localteamit) March 14, 2026
Skigebiete wegen Lawinengefahr geschlossen
In der gesamten Provinz Verbano-Cusio-Ossola bleiben die Skigebiete geschlossen. Grund sei die erhöhte Lawinengefahr gewesen, heißt es seitens der Behörden. Laut dem Lawinen-Warndienst galt auch am Montag (17. März) noch die zweithöchste Warnstufe 4. Der viele Neuschnee könnte bei der leichtesten Bewegung mit Brettern abgelöst werden.
Die Bergstraßen in Macugnaga sind für den Verkehr weiter offen blieben, doch andere Dörfer sind von der Außenwelt abgeschnitten. Die Gemeinde Devero war am Wochenende nicht mal mehr zu Fuß erreichbar. Mit weiteren Schneefällen sei allerdings nicht zu rechnen, erklärt der Wetterdienst.
Zahlreiche Orte vom Wintereinbruch betroffen
Auch in anderen norditalienischen Regionen hat es heftig geschneit:
Im Trentino meldeten die Wetterdienste oberhalb von 1700 Metern bis zu 50 Zentimeter Neuschnee.
Am Passo Pian delle Fugazze wurden 130 Millimeter Regenäquivalent gemessen, in Vallarsa mehr als 100 Millimeter.
Der Passo Fedaia wurde für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Für viele Regionen ist Winterausrüstung weiterhin verpflichtend.
Zur Info: Ein Millimeter Regen entspricht 1 Liter Wasser pro Quadratmeter Oberfläche. Diese Menge ist äquivalent zu etwa 10 Millimeter Neuschnee.
Selbst in tiefer gelegenen Orten unter 1000 Metern, etwa in Tesero, ging Schnee oder Schneeregen runter. Im Piemont kam es rund um das Monte-Rosa-Massiv zu außergewöhnlichen Neuschneemengen. In der Valle Anzasca fielen über 140 Zentimeter der weißen Pracht.
