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„Scholz ist der richtige Mann zur richtigen Zeit“

Christian Lange, Gernot Gruber, Jürgen Hestler und Robert Antretter zur Nominierung von Olaf Scholz zum SPD-Kanzlerkandidaten

Christian Lange

© Alexander Becher

Christian Lange

Von Ingrid Knack

BACKNANG. Justizstaatssekretär und SPD-Bundestagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Backnang/Schwäbisch Gmünd, Christian Lange, freut sich über die Nominierung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz zum Kanzlerkandidaten der SPD. „Olaf Scholz kann Kanzler“, bringt er seine Einschätzung auf den Punkt. Die gestrige Nominierung durch SPD-Präsidium und Parteivorstand fiel einstimmig aus. Auch die SPD-Politiker aus dem Raum Backnang, die wir um ein Statement baten, sprechen sich genauso einmütig für Scholz aus.

„Deutschland braucht einen Kanzler, der entschlossen ist und erfahren. Mutig auch in Krisen. Mit Respekt vor jeder und jedem Einzelnen. Und mit einem klaren Bild von einer guten und gerechten Zukunft für alle. Ich weiß, Olaf Scholz kann das“, präzisiert Christian Lange. Auch die aktuelle Coronakrise beweise dies eindrucksvoll.

Der Backnanger Politiker findet es gut, dass jetzt Klarheit herrscht. Dafür zu sorgen, sei der richtige Zeitpunkt gewesen. Während CDU und CSU weder den CDU-Parteivorsitz noch die Kanzlerkandidatur geklärt haben, sei die SPD jetzt gut aufgestellt. „Ich habe mich schon früh für Olaf Scholz als Kanzlerkandidaten der SPD stark gemacht. Ich bin davon überzeugt, Olaf Scholz wäre der beste Kanzler für Deutschland“, lässt Lange wissen. Auch und gerade in dieser schwierigen Zeit habe sich Scholz konsequent für die Umsetzung sozialdemokratischer Politik eingesetzt. Die bisherige Regierungsarbeit trage eindeutig sozialdemokratische Handschrift. Und: „Gerade in den herausfordernden Monaten, die in der Coronapandemie noch vor uns liegen, wollen wir uns weiterhin darauf konzentrieren, dass unser Land gut und sicher durch die Krise kommt.“ Lange abschließend: „Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Zeit. Da braucht es Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, die auf der Grundlage ihrer festen Werte und Überzeugungen die richtigen Wege einschlagen. Mit Mut und Ideen für eine gute Zukunft. Darum ist Olaf Scholz SPD-Kanzlerkandidat.“

Der Backnanger SPD-Landtagsabgeordnete Gernot Gruber begrüßt die Nominierung von Vizekanzler Scholz zum Kanzlerkandidaten der SPD ebenso. „Scholz ist der richtige Mann zur richtigen Zeit: besonnen, tüchtig, erfahren und international anerkannt. Als Arbeitsminister, als regierender Bürgermeister von Hamburg und jetzt als Finanzminister hat Scholz überzeugt durch die ,nüchterne Leidenschaft zur praktischen Vernunft‘ – dem Leitsatz von Helmut Schmidt.“ Auch Jürgen Hestler aus Weissach im Tal erklärt: „Das ist die einzig richtige Entscheidung. Ich achte Olaf Scholz sehr. Gerade wegen seiner Art, die manche als spröde und trocken bezeichnen. Aber wir brauchen in diesen Zeiten jemanden, der was von seinem Fach versteht und führen kann. Schaumschläger haben wir genug. Wir haben ihn auf dem Roten Stuhl der SPD Weissacher Tal erlebt. Er hat alle beeindruckt. Für mich heißt das, ich werde wieder für den Kreisvorsitz der SPD kandidieren und alles tun, dass wir mit erhobenem Haupte aus den Wahlgängen im nächsten Jahr herausgehen. Diese Entscheidung motiviert mich ungemein.“ Der einstige SPD-Bundestagsabgeordnete Robert Antretter aus Backnang sagt: „Für mich ist das ein Tag, der mir Freude bereitet mit Blick auf meine Partei.“ Dies hat mehrere Gründe. Kein Geheimnis ist, dass Antretter bei der Abstimmung um den Parteivorsitz für das Duo Klara Geywitz und Olaf Scholz die Werbetrommel gerührt hatte. Wobei er mittlerweile positiv überrascht ist über die Arbeit von Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. Und: Was die Rolle der beiden bei der gestrigen Nominierung anbetrifft, glaubt Antretter: „Ohne Esken und Walter-Borjans wäre die nicht gelaufen.“ Weil sich die gute Arbeit, die die SPD in den vergangenen Jahren zusammen mit Kanzlerin Merkel gemacht habe, nicht entsprechend in den Umfragen niederschlage, weiß er: „Wir brauchen eine neue Perspektive.“ Diese sieht er im Votum für den Finanzminister, der einen guten Job mache, gegeben. „Auch für die Wähler ist dies ein interessantes Angebot, das uns weiterbringt“, zeigt sich Antretter hoffnungsvoll für die Zukunft seiner Partei.

Robert Antretter

© Pressefotografie Alexander Becher

Robert Antretter

Gernot Gruber

Gernot Gruber

Jürgen Hestler

© Fotografie Nicole Schielberg

Jürgen Hestler

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Erstellt:
11. August 2020, 06:00 Uhr

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