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Schulen: Verband beklagt schlechte digitale Ausstattung

dpa/lsw Stuttgart. Die Corona-Krise hat nach Verbandsangaben eine schlechte digitale Ausstattung der baden-württembergischen Schulen offengelegt. Der Landeschef des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Gerhard Brand, sagte am Freitag in Stuttgart: „Die digitale Ausstattung der Schulen wird als katastrophal empfunden.“ Er bezog sich dabei auf eine jüngste Befragung des Instituts forsa unter 260 Schulleitern in Baden-Württemberg. Befragt zu den größten Herausforderungen infolge der Schulschließungen wegen Corona gaben fast 40 Prozent der Schulleitungen an, dass dies die mangelhafte digitale Ausstattung der Schüler und Schulen sei.

Eine Person tippt auf der Tastatur eines Laptops. Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild

Eine Person tippt auf der Tastatur eines Laptops. Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild

Laut der Umfrage erklärten 47 Prozent der Schulleitungen, sehr gut oder gut mit dem Fernunterricht klar zu kommen. 51 Prozent gaben an, die Situation sei weniger gut oder schlecht. Bei den weiterführenden Schulen ist der Anteil derer, die mit dem Fernunterricht gut oder sehr gut zurechtkommen, höher als bei den Grundschulen. „Der Fernunterricht stößt an den Grundschulen an seine Grenzen“, sagte Brand. „Grundschulkinder können nur phasenweise eigenständig lernen, sind auf die starke Unterstützung ihrer Eltern angewiesen, und der Einsatz digitaler Lehr- und Lernmethoden ist nur begrenzt möglich.“

Nebenbei kämpften die Schulleitungen nach wie vor mit einem Lehrermangel. Jedoch bewerten die Schulleitungen die Schulpolitik des Landes jetzt besser als vor der Coronakrise, sagte Brand. 2019 gaben sie der Politik von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) die Schulnote 3,7. Im Februar dieses Jahres war es die Note 3,9, und im April verbesserte sich die Note auf 3,4. Dies belege, dass die Schulleitungen mit dem Krisenmanagement des Landes zufrieden seien.

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Erstellt:
15. Mai 2020, 14:18 Uhr

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