Schwalbenschützer bekommt Bundesverdienstkreuz

dpa/lsw Görwihl. Der baden-württembergische Schwalbenexperte Rudi Apel hat für seinen Einsatz für den Tierschutz das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen. „Rudi Apel ist ein Macher im Naturschutz“, erklärte André Baumann, Staatssekretär im Staatsministerium, am Montag. „Jede und jeder kann unsere Welt ein klein wenig besser machen, ist seine Botschaft.“

Rudi Apel steht mit einem künstlichen Schwalbennest in der Hand in seinem Garten. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Aktuell

Rudi Apel steht mit einem künstlichen Schwalbennest in der Hand in seinem Garten. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Aktuell

Apel, der in Görwihl nahe der Schweizer Grenze lebt, setzt sich seit Jahren für die bundesweite Nabu-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ ein. Das Ziel: Menschen dafür zu sensibilisieren, was sie für Schwalben tun können. Wer etwa Schwalben an seinem Haus nisten lässt, kann sich um eine entsprechende Plakette bewerben.

Die Schwalbe habe heutzutage mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen, hatte Apel vor der Verleihung der dpa gesagt. So sorgten moderne Fassadenanstriche dafür, dass die Nester nicht gut hielten. Weil viele Flächen versiegelt seien, fehle oft der Lehm zum Nestbau. Und einige Hausbesitzer störten sich an dem Kot unter den Nestern und entfernten diese unerlaubterweise. Wer etwas für den wendigen Zugvogel tun will, kann laut Nabu etwa Nestbauhilfen oder Kunstnester montieren.

© dpa-infocom, dpa:210426-99-357042/3

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Erstellt:
26. April 2021, 12:37 Uhr

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