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Schweizer Kunstsammlung muss aus Geldnot Werke verkaufen

dpa Baden. Aus Geldnöten sieht sich eine bedeutende Schweizer Kunstsammlung zu einer ungewöhnlichen Verkaufsaktion gezwungen. Das Museum Langmatt in Baden bei Zürich, eine der bedeutendsten europäischen Privatsammlungen des französischen Impressionismus, will bis zu drei Bilder verkaufen, um die Sanierung des Gebäudes zu finanzieren und das Stiftungskapital aufzustocken.

Die Sammlung verfügt über Werke etwa von Claude Monet, Paul Cézanne, Camille Pissarro, Edgar Degas, Pierre-Auguste Renoir und Paul Gauguin. Für betuchte Kunstliebhaber oder Investoren ergibt sich die Gelegenheit, Werke zu kaufen, die über Jahrzehnte im Museum waren.

„Es schmerzt uns selber sehr, dass wir Bilder verkaufen müssen, aber es ist die Ultima Ratio, es ist die einzige Möglichkeit, um das Museum zu retten“, sagte der Präsident des Stiftungsrates, Lukas Breunig, dem Schweizer Sender SRF am Donnerstag. Durch den Verkauf sollen 30 bis 40 Millionen Franken (bis 37 Millionen Euro) erzielt werden.

Welche Bilder verkauft werden sollen, sagte das Museum nicht. Der Kernbestand der französischen Impressionisten solle erhalten bleiben, hieß es lediglich. Die Villa Langmatt entstand um 1900 und gehörte einst der Familie Brown, die in Baden den Elektrotechnikkonzern Brown Boveri & Cie mit gründete. Heute ist das Gebäude im Besitz der Stadt Baden. Sie will sich an den Sanierungskosten beteiligen.

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Erstellt:
4. Juni 2020, 10:22 Uhr

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