Ausblick auf die Aktien-Woche
Schwierige Woche für den Dax
Der Index schwächelt, hat aber seit Jahresbeginn immerhin 20 Prozent zugelegt – kein Grund zur Nervosität.

© dpa/Boris Roessler
Beim Auftakt in die Börsenwoche dürfte es ruhig bleiben
Von George Stavrakis
Es sieht ganz so aus, als stehe dem etwas schwächelnden Dax eine weitere schwierige Woche bevor. Am Freitag wird der monatliche US-Arbeitsmarktbericht vorgelegt, was Auswirkungen hat. Zudem sind die unseriösen Attacken des US-Präsidenten Donald Trump auf den Chef der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, schon zu einem traurigen Klassiker geworden. Weitere negativen Effekte sind zu erwarten. Zumal die unberechenbare Zollpolitik Trumps immer für böse Überraschungen gut ist. Zu allem Übel macht das befürchtete Scheitern der französischen Regierung die Anleger nervös.
Keine Spur von Panikverkäufen
„Im Ringen um die 24 000-Punkte-Marke droht dem wichtigsten deutschen Aktienindex die Kraft auszugehen“, sagt Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets. Von Panikverkäufen gehen er und andere Analysten indes nicht aus.
Zwar ist der Dax von seinem Rekordhoch von 24 639 Punkten inzwischen weit entfernt. Trotzdem zeigt er anderen wichtigen Indizes die Rücklichter. Seit Beginn des Jahres hat der Aktienindex mehr als 20 Prozent zugelegt – das kann sich sehen lassen und das sehen auch die Anleger.
Aber: „Die immer noch hohen Kurse spiegeln einen übertriebenen Optimismus mit Blick auf das Gewinnwachstum wider“, sagte Will McIntosh-Whyte, Fondsmanager bei Rathbones Asset Management.
Der Auftakt in die Börsenwoche dürfte ruhig verlaufen
Der Auftakt in die neue Börsenwoche dürfte wegen der feiertagsbedingt geschlossenen US-Börsen ruhig verlaufen. Neben dem Quartalsbericht des chinesischen Autoriesen BYD und dessen möglichem Einfluss auf die Branche sollten europäische und chinesische Einkaufsmanagerdaten aus der Industrie einen Blick wert sein. Am Dienstag hält der Vakuum-Technologie- und Messtechnikspezialist PVA Tepla einen Kapitalmarkttag ab. Außerdem stehen Preisdaten aus der Eurozone und Einkaufsmanagerdaten aus der US-Industrie auf der Agenda.
Zur Wochenmitte folgen Geschäftszahlen des Online-Gebrauchtwagenhändlers Auto1, des Versicherers Swiss Life und nach US-Börsenschluss vom SAP-Branchenkollegen Salesforce. Am Donnerstag berichtet der amerikanische Chipriese Broadcom über seine Geschäftsentwicklung.