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Schwitzen bis zum Glück

Sechsstündiger Fitnessmarathon der Volkshochschule Backnang begeistert die Teilnehmer

Sechs Stunden Fitness – ein Programm, das vorerst nach schweißtreibendem Training nur für Profis klingt. Die positive Reaktion der Teilnehmer zeigt jedoch, wie gut Hobbysportler beim Fitnessmarathon der Volkshochschule Backnang mit Spaß durchhalten können. Dabei stand neben Klassikern wie Aerobic auch das Testen neu entwickelter Sportarten auf dem Plan, beispielsweise Drums Alive, Kaha oder Aroha.

Die Hobbysportler unterschiedlichen Alters finden rasch Gefallen an den unterschiedlichen Übungseinheiten. Fotos: T. Sellmaier

© Tobias Sellmaier

Die Hobbysportler unterschiedlichen Alters finden rasch Gefallen an den unterschiedlichen Übungseinheiten. Fotos: T. Sellmaier

Von Gabriella Lambrecht

BACKNANG. Die Gruppe der Teilnehmer setzte sich aus 20- bis 70-Jährigen aus dem gesamten Backnanger Umland zusammen, die prinzipiell Freude an Bewegung haben und neugierig waren, wie sich sechs Stunden Fitness am Stück wohl anfühlen mögen.

Trainerin Angelika Schmidt erläutert: „Machbar wird das Ganze durch den Wechsel zwischen schnellem Herztraining und Übungen, die eher an Gymnastik angelehnt sind.“ Das Programm arbeitete sie entsprechend so aus, dass sich schweißtreibende Kardiosequenzen mit Krafttraining abwechseln, bei denen der Puls zur Ruhe kommen kann.

Sportarten in Anlehnung an Tanz der neuseeländischen Maori

Die Einheiten zu Kaha und Aroha gestalteten sich gleichermaßen. Beide Sportarten wurden von Bernhard Jakszt in Anlehnung an Haka, den neuseeländischen Tanz der Maori, entwickelt, in Kombination mit Elementen aus Tai-Chi, Kampfsport und Yoga.

Kaha – die Übersetzung auf Deutsch: „mit Energie geladen“ – besteht aus fließenden, muskelintensiven Bewegungen. Die Teilnehmer sind dabei ganz bei sich, vom Spiegel im Sportstudio abgewandt. Trainiert werden Kraft, Koordination, Ausdauer und Gleichgewicht. Angelika Schmidt arbeitet zur Veranschaulichung mit vielen Bildern: „Stellt euch vor, ihr schwenkt ein Schwert“, oder: „Geht in die Kniebeuge, tief nach unten, als würdet ihr gleich Wasser aus einem See schöpfen.“ Man spürt förmlich die Konzentration im Raum, alle sind hoch motiviert, die Muskeln bis in den kleinsten Zeh angespannt, während Schmidt eben jene Kraft und Dynamik selbst ausstrahlt, die sie ihrem Kurs vermittelt.

Teilnehmerin Andrea Guss ist angetan: „Man kommt wirklich schnell ins Schwitzen, obwohl der Puls noch niedrig bleibt.“ Die Trainerin erklärt: „So wird ein intensives Training ermöglicht, dessen Ziel es nicht ist, Energie zu nehmen, sondern Kraft zu geben.“

Nach dem Kaha folgt Aroha, das zwar mit „Liebe“ übersetzt wird, sich jedoch vielmehr von einer leidenschaftlich-kämpferischen Seite präsentiert. Zentrale Figur ist der maorische Krieger, dessen „Haka“ zu schnell getakteter Musik nachempfunden wird. Die Gruppe führt dabei ihr imaginäres Schild vor die Brust, die Akteure stechen das Paddel in den Fluss und holen zu Schlagbewegungen aus.

Schon nach wenigen Minuten sind alle am Schwitzen, zu jeder Bewegung werden Kniebeugen ausgeführt. „Das perfekte Ganzkörpertraining“, so Schmidt, das alle Muskelpartien beansprucht.

„Das Bauchmuskeltraining war überhaupt nicht monoton“

Schließlich folgen nach einer kurzen Pause weitere Einheiten Step-Aerobic und Black-Roll-Training. Die Resonanz der Gruppe ist durchweg positiv: Die Teilnehmer würden gerne weitere Kaha- und Aroha-Kurse besuchen.

Auch Drums Alive motivierte sie zu weiterem Training. Monika Schellberg zeigte sich davon sehr begeistert: „Das hat mir unwahrscheinlich gut gefallen.“ „Auch das Bauchmuskeltraining, das dabei mit den Medizinbällen gemacht wurde, war sehr abwechslungsreich und überhaupt nicht monoton“, so Birgit Fürst enthusiastisch.

Angelika Schmidts freundliche und motivierende Art trug mit Sicherheit zum Gelingen des Fitnessmarathons bei und schaffte es zu vermitteln, dass Fitness jedermann Spaß machen kann. So wollen die Teilnehmer weiter am Ball bleiben und Kurse besuchen.

Angelika Schmidt leitet den sechsstündigen Fitnessmarathon an, bei dem schweißtreibende Sequenzen mit ruhigeren Passagen wechseln. So vermittelte die Kursleiterin den Teilnehmern Spaß am Fitnesstraining.

© Tobias Sellmaier

Angelika Schmidt leitet den sechsstündigen Fitnessmarathon an, bei dem schweißtreibende Sequenzen mit ruhigeren Passagen wechseln. So vermittelte die Kursleiterin den Teilnehmern Spaß am Fitnesstraining.

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Erstellt:
21. Januar 2020, 11:30 Uhr

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