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Sczuka will in den Landtag

Althüttes Bürgermeister bewirbt sich um Nominierung als CDU-Kandidat im Wahlkreis Backnang

Althüttes Bürgermeister Reinhold Sczuka will für die CDU in den Landtag gewählt werden. Das hat der 53-Jährige gestern bekannt gegeben. Sczuka würde damit den langjährigen Abgeordneten Wilfried Klenk beerben, der neulich erklärt hat, nach 20-jähriger Tätigkeit imParlament nicht mehr anzutreten.

Will sich der Herausforderung eines Landtagsmandats stellen: Reinhold Sczuka. Archivfoto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Will sich der Herausforderung eines Landtagsmandats stellen: Reinhold Sczuka. Archivfoto: A. Becher

Von Armin Fechter

ALTHÜTTE. Sczuka, seit 1993 Bürgermeister der Gemeinde Althütte, seit 1999 Mitglied im Kreistag und dort seit elf Jahren Vorsitzender der CDU-Fraktion, möchte bei der Landtagswahl am 14. März 2021 für die CDU im Wahlkreis Backnang antreten – und rechnet sich gute Chancen aus. Zum einen, weil er einen großen Teil des Wahlkreises schon jetzt im Kreistag vertritt, zum anderen, weil er viele Verbindungen in andere Teile des Wahlkreises pflegt, insbesondere auch in Richtung Welzheimer Wald. Althütte habe dabei den Vorteil einer zentralen Lage.

Die Wahl sei allerdings kein „g’mähtes Wiesle“, macht Sczuka deutlich: Backnang sei zwar einer der Wahlkreise, in denen die CDU 2016 ein Direktmandat errungen hat. Aber das sei zum guten Teil das Verdienst von Wilfried Klenk gewesen, der damals Landtagspräsident war und es gut verstanden habe, sich für seinen Wahlkreis einzusetzen.

Sczuka versichert, dass er sich als Bürgermeister in Althütte wohlfühle. Die Menschen in der Rechenspitzergemeinde seien ihm in 27 Amtsjahren ans Herz gewachsen. Die Tätigkeit als Abgeordneter könne aber noch einmal eine weitere berufliche Herausforderung bieten. Sczuka: „Die Entscheidung zur Kandidatur ist keine Entscheidung gegen Althütte.“ Er habe sich immer mit Herzblut und ganzer Kraft für die Gemeinde eingesetzt und werde dies auch weiter tun – aber: „Eine solche Chance erhält man nur einmal im Leben.“ Mehrere Personen aus dem Wahlkreis seien mit der Frage einer möglichen Kandidatur auf ihn zugekommen. Nun will Sczuka bis zur Nominierung im Mai mit den einzelnen Ortsverbänden der 17 Städte und Gemeinden im Wahlkreis Gespräche führen. Öffentlich mache er die Kandidatur bereits jetzt, da ihm immer an einer offenen und vertrauensvollen Kommunikation gelegen sei. Sczuka hatte bereits zur Wahl des Landrats 2015 Interesse bekundet, auf eine Kandidatur dann aber verzichtet.

Nicht uninteressiert an einer Kandidatur hat sich auch Manuel Häußer gezeigt. Der Vorsitzende des Backnanger CDU-Stadtverbands und Stadtrat ist schon zweimal als Klenks Ersatzkandidat angetreten. Doch nach einer Bedenkzeit ist er zu dem Entschluss gekommen, dass sich ein Landtagsmandat mit seiner Lebenssituation derzeit nicht vereinbaren lasse. Er will nun die weiteren Gespräche abwarten und schließt nicht aus, dass sich das Kandidatenkarussell bis zur Nominierung Ende Mai noch weiter dreht.

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Erstellt:
4. März 2020, 06:00 Uhr

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