Sechs Kandidaten stellen sich zur Wahl

Die Entscheidung über die vier neuen Seniorenvertreter für den Jugend- und Sozialausschuss in Backnang fällt Ende April

Rosemarie Baur-Schwozer und Manfred Wörner treten nicht mehr an

© Pressefotografie Alexander Beche

Rosemarie Baur-Schwozer und Manfred Wörner treten nicht mehr an

Von Matthias Nothstein

BACKNANG. In einem Monat ist es so weit, dann können etwa 10000 Backnanger Senioren ihre künftigen Seniorenvertreter für den Jugend- und Sozialausschuss der Stadt Backnang wählen. Bislang waren dies Rosemarie Baur-Schwozer und Manfred Wörner beziehungsweise Hanne Mörtl und Charlotte Clement als deren Stellvertreter. Da alle vier nicht mehr zur Wahl antreten, hat die Stadt in den vergangenen Wochen die Werbetrommel gerührt. Und das mit Erfolg. Harald Hildenbrand vom Amt für Familie, Jugend und Bildung und vom Seniorenbüro erklärt: „Trotz anfänglicher Schwierigkeiten bei der Kandidatensuche für die Seniorenvertretung im Jugend- und Sozialausschuss der Stadt Backnang, haben sich schließlich sechs Bürger gefunden, die für die nächsten zwei Jahre die Interessen der älteren Generation in Backnang vertreten wollen.“

Bindeglied zwischen den älteren Mitbürgern und der Stadt

Da auch bekannte Gesichter unter den Kandidaten sind, die den Bürgern aus dem kommunalen Geschehen vertraut sind, hofft die Stadt nun darauf, dass die Bürger sich rege an der Abstimmung beteiligen und weist darauf hin, dass die Möglichkeit der Briefwahl besteht.

Die aktuellen Kandidaten sind nun also: Monika Hailer, Ursula Hefter-Hövelborn, Martin Holzwarth, Wolfgang Merda, Wolfgang Schwarz und Rudolf Wohlfarth. Die Seniorenvertreter im Jugend- und Sozialausschuss des Gemeinderats sind ein wichtiges Bindeglied zwischen den älteren Mitbürgern und der Stadtverwaltung. Die bisherige Seniorenvertreterin Rosemarie Baur-Schwozer sagt dazu: „Sie haben einen anderen Blick auf die Probleme älterer Menschen. Sie sind das Sprachrohr der älteren Mitbürger und weisen die Stadtverwaltung auf Problemstellen hin.“ Dazu müssen die Seniorenvertreter mit offenen Augen und Ohren durch das Stadtgebiet gehen. Eine Aufgabe, der sich die sechs Kandidaten gerne stellen würden.

Darüber hinaus sind die Seniorenvertreter – wie auch die Vertreter der Jugend und der Migranten – beratende Mitglieder im Gremium und nehmen bis zu viermal jährlich an den Sitzungen des Jugend- und Sozialausschusses teil. Zudem nehmen die Gewählten etwa fünfmal jährlich an Treffen des Kreisseniorenrats in Waiblingen teil.

In den vergangenen Jahren gab es neben den Gewählten auch noch einen Unterstützerkreis von anderen engagierten Backnangern. Die Gruppe traf sich vier- bis sechsmal jährlich und besprach Projekte, die sie realisieren wollte. Ob die neuen Vertreter weiterhin auf die Hilfe dieses Unterstützerkreises bauen können, wird die Zukunft zeigen. Noch von den alten Akteuren ist geplant, den bewährten Kurs „Einführung in die Nutzung eines Fahrkartenautomaten“ im Juni nach dem Tarifwechsel zu wiederholen. Bisher nur eine Idee ist eine Einführung in die sinnvolle Nutzung eines Rollators von Mitarbeitern eines Sanitätsgeschäfts und eine Testfahrt mit einem Rollstuhl in der Innenstadt, eventuell in Kooperation mit der Anna-Haag-Schule. Dabei soll es um Probleme von Rollstuhlfahrern mit Höhenunterschieden oder unebenem Straßenpflaster gehen.

Rudolf Wohlfarth (68)

Rudolf Wohlfarth (68)

Wolfgang Schwarz (61)

Wolfgang Schwarz (61)

Wolfgang Merda (60)

© Picasa

Wolfgang Merda (60)

Martin Holzwarth (70)

Martin Holzwarth (70)

Hefter-Hövelborn (76)

Hefter-Hövelborn (76)

Monika Hailer (60)

Monika Hailer (60)

Info
Wahl findet von 23. bis 26. April statt

Die zweijährige Amtszeit der Seniorenvertreter für den Jugend- und Sozialausschuss endet am 30. April. Neu gewählt werden zwei Vertreter und zwei Stellvertreter. Ihre Amtszeit dauert vom 1. Mai 2019 bis zum 30. April 2021.

Alle Wahlberechtigten sollten in den vergangenen Tagen einen Brief mit allen Informationen zur Wahl erhalten haben.

Die Abstimmung über die Seniorenvertreter findet von 23. bis 26. April im Seniorenbüro, Im Biegel 13, statt. Wer nicht an der Abstimmung vor Ort teilnehmen kann, für den besteht die Möglichkeit der Briefwahl. Nähere Informationen dazu gibt es beim Seniorenbüro unter der Telefonnummer 07191/894-318.

Wahlberechtigt sind knapp 10000 Backnanger Bürger, die 60 Jahre und älter sind. Bei der vergangenen Wahl betrug die Wahlbeteiligung lediglich 1,4 Prozent.

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Erstellt:
28. März 2019, 06:00 Uhr

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