Volatiles Metall

Silberpreis fällt erneut um 13 % - Der Hintergrund

Der Silberpreis ist am Donnerstag erneut eingebrochen und hat seine zweitägige Erholung vollständig zunichtegemacht. Was steckt hinter diesem erneuten Absturz?

Der Silberpreis ist am Donnerstag erneut stark gefallen und notiert aktuell bei 80 US-Dollar je Unze. Erfahren Sie, welche Faktoren hinter dem Kurssturz stecken.

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Der Silberpreis ist am Donnerstag erneut stark gefallen und notiert aktuell bei 80 US-Dollar je Unze. Erfahren Sie, welche Faktoren hinter dem Kurssturz stecken.

Von Matthias Kemter

Nach einer kurzen Erholung ist der Silberpreis am Donnerstag erneut stark gefallen. Mit einem Minus von 13 % zum Vortag notiert das Edelmetall nun bei 80 US-Dollar je Unze.

Spekulation und Margin-Erhöhungen

Ein zentraler Faktor für den Absturz des Silberpreises ist die hohe Spekulation am Markt. Analysten weisen darauf hin, dass der Preis weniger durch physische Nachfrage, sondern vielmehr durch einen gefährlichen Mix aus Hebelgeschäften und optionsgetriebenem Handel beeinflusst wird. In den letzten Wochen hatten sich große spekulative Positionen aufgebaut, die nun durch Margin-Erhöhungen (Einlagen) an den Terminbörsen unter Druck geraten sind. Diese Sicherheitsanforderungen zwingen Trader, zusätzliches Kapital nachzuschießen oder ihre Positionen zu schließen, was eine Kettenreaktion aus Verkäufen und Stop-Loss-Orders auslöst.

Vergleich zu Gold und Liquiditätsprobleme

Im Vergleich zu Gold zeigt sich Silber deutlich volatiler. Während der Goldpreis am Donnerstag nur um etwa 1 % nachgab, verlor Silber zeitweise bis zu 16 %. Experten führen dies auf die geringere Liquidität im Silbermarkt zurück, die stärkere Preisausschläge begünstigt. Zudem verstärkt die Unsicherheit über die Geldpolitik der US-Notenbank die Nervosität der Anleger.

Einfluss der Geldpolitik

Die Märkte reagieren derzeit empfindlich auf geldpolitische Signale. Die mögliche Nominierung von Kevin Warsh als Vorsitzender der Federal Reserve sorgt für Unsicherheit, da unklar ist, wie sich die Zinspolitik entwickeln wird. Obwohl Zinssenkungen grundsätzlich positiv für Edelmetalle sind, bleibt die Marktstimmung fragil. Diese Unsicherheit führt zu einer erhöhten Volatilität, die besonders Silber hart trifft.

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Fazit

Der erneute Absturz des Silberpreises zeigt, wie stark spekulative Dynamiken und externe Faktoren den Markt beeinflussen können. Solange die Unsicherheit über die Geldpolitik anhält und die spekulativen Positionen nicht vollständig abgebaut sind, dürfte die Volatilität hoch bleiben. Anleger sollten daher vorsichtig bleiben, da weitere Kursrückgänge nicht ausgeschlossen werden können.

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Erstellt:
5. Februar 2026, 09:30 Uhr

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