Neues Rekordhoch
Silberpreis steigt um 13 % - Die Hintergründe
Der Silberpreis hat zur Wochenmitte die 90 US-Dollar-Marke geknackt und damit ein weiteres Allzeithoch erreicht. Mehrere Faktoren treiben die Rally an. Das Wichtigste im Überblick.
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Der Silberpreis knackt die 90 US-Dollar-Marke und erreicht damit ein neues Rekordhoch. Erfahren Sie, welche Faktoren den Anstieg antreiben.
Von Matthias Kemter
Silber setzt seinen Höhenflug fort und überschreitet erstmals die Marke von 90 USD. Seit Jahresbeginn hat der Preis um mehr als 25 % zugelegt, und die Dynamik scheint ungebrochen. Doch was steckt hinter diesem beeindruckenden Anstieg?
Schwäche des US-Dollars als Treiber
Ein zentraler Faktor für den steigenden Silberpreis ist die Schwäche des US-Dollars. Berichte über eine Untersuchung des US-Justizministeriums gegen Fed-Chef Jerome Powell haben das Vertrauen in die Unabhängigkeit der US-Notenbank erschüttert. Dies hat den Dollar unter Druck gesetzt und Edelmetalle wie Silber, die in US-Dollar gehandelt werden, gestützt.
Geopolitische Spannungen und Unsicherheiten
Die angespannte Lage im Iran und die fragile Situation in Venezuela haben die Nachfrage nach sicheren Häfen wie Silber weiter angeheizt. Silber übernimmt in Krisenzeiten traditionell die Rolle eines Schutzwertes, was die Nachfrage zusätzlich befeuert.
Physische Knappheit und hohe Nachfrage aus Asien
Am physischen Markt zeigt sich eine deutliche Angebotsverknappung. Besonders in China und Indien ist die Nachfrage nach Silber außergewöhnlich hoch. An der Shanghai Gold Exchange wurden zeitweise deutliche Preisaufschläge gegenüber westlichen Märkten beobachtet, was auf eine eingeschränkte Verfügbarkeit hindeutet. Gleichzeitig sorgen Exportbeschränkungen Chinas für zusätzliche Unsicherheit.
Fazit: Weiteres Potenzial nach oben
Die Kombination aus einem schwachen US-Dollar, geopolitischen Spannungen und physischer Knappheit stützt den Silberpreis nachhaltig. Solange diese Faktoren bestehen bleiben, könnte der Preis weiter steigen. Ein Angriff auf die 100-Dollar-Marke scheint in den aktuellen Zeiten durchaus möglich, auch wenn die hohe Volatilität kurzfristige Rücksetzer nicht ausschließt.
