Sirenen heulen nur zur Probe: Warntag in Baden-Württemberg

dpa/lsw Stuttgart. Es gibt große Gefahren wie Erdbeben, Großbrände oder Explosionen, die man im Alltag leicht vergisst. Der erste bundesweite Warntag soll für solche Fälle sensibilisieren und zeigen, was zu tun ist.

Eine Alarmsirene ist an einem Mast am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr befestigt. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Eine Alarmsirene ist an einem Mast am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr befestigt. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Wer weiß schon genau, wie sich im Gefahrenfall das Signal für die Warnung und das für die Entwarnung anhört? Beim ersten bundesweiten Warntag heute (10.45 Uhr) sind Antworten auf solche Fragen zu erhalten: Einen Großbrand, ein Unwetter oder einen Atomunfall würde ein einminütiger an- und abschwellender Ton anzeigen. Entwarnt wird mit einem ebensolangen durchgehenden Ton. Nur wer dies wisse, könne sich und seine Familie schützen, betonte Innenminister Thomas Strobl (CDU) anlässlich der Veranstaltung. Erwartet wird auch der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Christoph Unger.

Am Warntag werden pünktlich um 11.00 Uhr mit einem bundesweiten Probealarm alle an das Modulare Warnsystem MoWaS angeschlossenen Mittel ausgelöst - also unter anderem Radio, Fernsehen oder die Warn-App NINA. Kommunen, die über Sirenen verfügen, sollen diese zeitgleich heulen lassen.

Der Warntag soll künftig jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden. Beispiele für reale Anlässe sind Brände, das Auftreten von radioaktiver Strahlung, Stromausfälle und Naturgefahren wie Erdbeben und Überschwemmungen.

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Erstellt:
10. September 2020, 02:39 Uhr

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