Starintellektuelle kommt
Siri Hustvedt hält Stuttgarter Zukunftsrede
Zusammen mit Paul Auster prägte die Schriftstellerin Siri Hustvedt die intellektuelle Boheme in New York. 2027 kommt sie nach Stuttgart, um in die Zukunft zu blicken.
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Von Stefan Kister
In Stuttgart sind im Zweijahresrhythmus für den Blick ins Ungewisse Persönlichkeiten aus Literatur, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zuständig. Im nächsten Jahr ist es wieder so weit. Und wenn man so will, verbindet sich dieses ganze Spektrum in derjenigen, die nach den Schriftstellern Daniel Kehlmann und Liao Yiwu und der israelischen Soziologin Eva Illouz im nächsten Jahr die 4. Stuttgarter Zukunftsrede halten wird. Es ist die US-amerikanische Schriftstellerin, Essayistin und Intellektuelle Siri Hustvedt.
Im Moment steht sie mit dem Erinnerungsbuch an ihren verstorbenen Mann, dem Schriftsteller Paul Auster, im Mittelpunkt sowie dem Dokumentarfilm „Dance Around the Self“. „Ghost Stories“ beschwört die Erinnerung an einen Abwesenden, in Stuttgart wird man eine der großen Intellektuellen unserer Tage leibhaftig erleben können.
Bekannt wurde Siri Hustvedt mit Romanen wie „Was ich liebte“ (2003) und „Die zitternde Frau“ (2010), worin sie persönliche Krankheitserfahrungen literarisch verarbeitet hat. Das Thema ihrer Rede ist noch nicht bekannt, aber der Horizont ihres Schreibens, der Psychoanalyse, Neurowissenschaften ebenso umfasst wie Philosophie, Identitätsfragen und Geschlechterrollen, dürfte weit genug reichen, um einen Ausblick auf das zu ermöglichen, was auf uns zukommt. Schon jetzt sollte man sich also den 2. Februar 2027 vormerken.
