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Skiliftbetreiber im Südwesten leiden unter dem milden Winter

dpa/lsw Feldberg. Weil Schnee fehlt, stehen die meisten Skilifte still. Liftbetreiber im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb sind enttäuscht. Profitieren kann als „Schneeinsel“ der Feldberg im Südschwarzwald. Spielt das Wetter mit, läuft hier die Wintersportsaison bis April.

Skier und Skistöcke stehen in einer Halterung nahe der Talstation der Feldbergbahn. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Archivbild

Skier und Skistöcke stehen in einer Halterung nahe der Talstation der Feldbergbahn. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Archivbild

Knapp zwei Wochen vor dem kalendarischen Beginn des Frühlings haben Betreiber von Skiliften im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb eine ernüchternde vorläufige Bilanz gezogen. Im größten Skigebiet des Landes, dem Feldberg im Südschwarzwald, war der Wintersportbetrieb bislang nur eingeschränkt möglich, wie der Chef des dortigen Liftverbundes, Adrian Probst, sagte. Weil Schnee fehlte, seien nur an wenigen Tagen alle Lifte in Betrieb gewesen. Die Saison werde aber fortgesetzt. Der März sei in der Regel ein Monat mit vielen Besuchern, weil er meist Sonne und eine gute Schneelage verspreche. Kalendarischer Frühlingsbeginn ist am 20. März.

Der Plan sei, die Lifte am Feldberg bis zum Sonntag nach Ostern (19. April) offen zu halten. Dies sei aber nur bei guten Pistenbedingungen möglich, sagte Probst. Am besten müsse es hierfür nochmals schneien.

Seit dem Saisonstart Anfang Dezember seien Lifte am Feldberg an mehr als 90 Tagen im Betrieb gewesen. Es seien bisher mehr als 220 000 Skifahrer gezählt worden. Das bedeutendste Wintersportgebiet im Südwesten profitiert nach Worten des Liftverbund-Chefs von seiner Höhenlage und der künstlichen Beschneiung: „Die Gäste freuen sich, dass sie auf der Schneeinsel Feldberg ein Angebot vorfinden.“ Während andernorts Schnee fehle, sei Skifahren rund um den 1493 Meter hohen Feldberg möglich. Dies ziehe auch überregional Gäste an.

Wintersportgebiete in geringerer Höhe sprechen wegen des milden Winters von einer wirtschaftlich deutlich schwierigeren Saison. Bislang habe an den meisten Tagen kein oder zu wenig Schnee zum Skifahren gelegen, sagte ein Sprecher des Skilifts Seibelseckle bei Seebach (Ortenaukreis). Dies treffe fast alle Lifte im Schwarzwald. Liftbetreiber müssten in dieser Saison daher mit Einbußen rechnen, sagte ein Sprecher des Skigebiets Ruhestein bei Baiersbronn (Kreis Freudenstadt). Vorerst sei der Liftbetrieb eingestellt.

Sollte es schneien, könnten die Lifte nochmals starten, wie ein Sprecher des Lifts Unterstmatt an der Schwarzwaldhochstraße bei Bühl (Kreis Rastatt) betonte. Der bisherige Winter sei für Wintersportler „eine große Enttäuschung“ gewesen. Ein Grund, sich entmutigen zu lassen, sei dies jedoch nicht, hieß es am Skilift Mehliskopf bei Bühl. Schneearme Winter habe es immer schon gegeben.

Wenig Vergnügen hatten Carver und Boarder auch auf der Schwäbischen Alb. Für die meisten der rund 60 dortigen Skiliftbetreiber war die Saison ein Totalausfall. Die beiden Schleppanlagen im Lichtensteiner Ortsteil Holzelfingen (Kreis Reutlingen) waren kein einziges Mal in Betrieb. In der Vorsaison liefen sie noch an 44 Tagen. Dass sich auf der Alb gute und schlechte Winter abwechselten, sei aber normal und kein neues Phänomen, sagte Sprecher Jochen Gekeler.

Der Skilift Laichingen (Alb-Donau-Kreis) kam immerhin auf zwei halbe Betriebstage - am letzten Februarwochenende von Freitagnachmittag bis Samstagvormittag. „Dann war der Schnee auch schon wieder weg“, klagte Geschäftsführer Kurt Pöhler. Seither seien die Hänge wieder grün.

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Erstellt:
7. März 2020, 10:05 Uhr

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