Rezept für Maultaschen

So gelingen original schwäbische Maultaschen

Wer macht die besten Maultaschen der Welt? Selbstverständlich meine Mutter, bekommt man hierzulande oft zu hören. Da bildet Redakteur Tom Hörner keine Ausnahme, der seiner Mutter bei der Produktion mit der Videokamera über die Schulter geschaut hat.

Es ist vollbracht: Gertrud Hörner mit ihrer reichen Maultaschenernte.

© Decksmann

Es ist vollbracht: Gertrud Hörner mit ihrer reichen Maultaschenernte.

Von Tom Hörner

Es ist wieder soweit. Kurz vor Ostern erreicht der Maultaschen-Verbrauch im Schwabenländle seinen Höhepunkt. Denn zum Ende der Karwoche, wenn Fleisch eigentlich tabu ist, kommen im Südwesten die "Herrgottsbscheißerle" auf den Tisch. Echte Schwaben, die etwas auf sich halten, machen die Maultaschen natürlich selbst.

An einer Frage scheiden sich dabei die Geister: Was gehört in die Maultaschenmasse rein? Eine Frage, über die sich im Schwäbischen herzhaft streiten lässt. Denn schon bei der Fleischbeigabe streiten erprobte Maultaschen-Macher: Die einen bestehen auf Hackfleisch, andere auf Bratwurstbrät, wieder andere meinen, Rauchfleisch oder Siedfleisch gehörten unbedingt dazu.

Das Rezept reicht für 150 Maultaschen

Die Mutter von Redakteur Tom Hörner gehört definitiv zur Bratwurst-Brät-Fraktion. Er hat seiner Mutter Gertrud bei der Maultaschenproduktion über die Schulter geschaut, die, daran lässt er keine Zweifel aufkommen, natürlich die besten Maultaschen der Welt macht. Hier ihr Rezept, das für 100 bis 150 Maultaschen reicht. Wer einen geringeren Bedarf hat, darf sich im Dividieren üben.

Die Zutaten

In so eine klassische schwäbische Maultasche kommt einiges rein. Hier die Zutatenliste:

So wird’s gemacht

Das ganze Gemüse fein schneiden und in Butterschmalz getrennt in der Pfanne dämpfen. Dann die ganze Masse in eine große Schüssel geben, mit Salz, Muskat, Pfeffer und Hackfleischgewürz würzen. Beim Salz eher zurückhaltend, beim Hackfleischgewürz großzügig sein. Das Ganze mit den Händen gut verschaffen und etwas ziehen lassen. Falls die Masse noch zu dünn ist, etwas Weckmehl dazugeben.

Das Wasser muss sieden, nicht kochen

Dann den Teig ausrollen und satt mit der Masse bestreichen, etwa einen guten halben Zentimeter dick. An den Seiten einen Rand lassen und den mit Wasser bestreichen. Das Ganze rollen und den so entstanden Maultaschenschlauch mit einem scharfem Messer zerteilen. Maultaschen in siedendes, nicht kochendes Wasser geben. Steigen sie hoch, sind sie fertig. Wir wünschen gutes Gelingen. Und vor allem einen guten Appetit.

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Erstellt:
26. März 2024, 12:24 Uhr

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